Schlagwort Archiv: Sprecherinterview

10 Fragen an…Jan Langer

10 Fragen anNachdem uns in der letzten Folge der Sprecherinterviews Werner Wilkening Rede und Antwort gestanden hat ist nun die Reihe an Jan Langer. Eifrige Zuhörer von Hörgeschichten kennen ihn bereits durch seine Rolle des „Vatur“ in „Der gewundene Pfad 2-3:“Licht und Schatten“ sowie zuletzt in der Halloween Produktion: „Der 13. Stock„.

Bevor wir uns den eigentlichen Fragen stellen will ich doch die Gelegenheit nicht verpassen Jan als Person kurz vorzustellen: Aktuell ist er 37 Jahre jung, kommt aus Nürnberg und hat eine 4-jährige Tochter. Mittlerweile arbeitet er als  Sprecher im Synchron-, Hörspiel- und Hörbuchbereich, doch dazu später noch mehr. Er sagt von sich selbst dass sein größtes Hobby der Eishockeysport wäre, allerdings nur als Fan und Zuschauer (Lieblingsverein: Nürnberg Ice Tigers was angesichts des Wohnortes wohl auch nicht weiter erstaunlich ist). Wenn es seine knappe Zeit dann noch zulässt schreibt er als Autor an Hörspielskripten, wir dürfen also gespannt sein mit welchen Geschichten uns Jan in Zukunft noch die Zeit versüßen wird.

Jan Langer

Doch nun zu den 10 Fragen, mit denen wir Jan als Sprecher und auch als Person noch weiter im Detail kennenlernen dürfen.

Wie bist Du zum Sprechen gekommen?

Den „Traum“ als Sprecher zu arbeiten, hatte ich bereits vor einigen Jahren aber es hat sich aus privaten und beruflichen Gründen immer wieder zerschlagen. Im Sommer 2015 hab ich mich dann spontan bei einem Synchronstudio beworben und man gab mir die Chance in einer bekannten Anime-Serie mitzusprechen…das war für mich der eigentliche Start als professioneller Sprecher. Seitdem sind auch weitere Produktionen im Synchron-, Hörbuch- und Hörspielbereich dazugekommen.

Was sind Deiner Meinung zufolge die größten Herausforderungen beim Sprechen?

Sich auf die jeweilige Rolle vorzubereiten, empfinde ich jedes Mal aufs Neue als eine große Herausforderung aber das ist es auch, was diesen Beruf so interessant macht.

Wie bereitest Du Dich auf eine Rolle vor?

Das kommt immer ganz darauf an. Auf ein Hörspiel oder Hörbuch kann man sich relativ lange vorbereiten, da die Skripte oft schon einige Wochen vor den Aufnahmen verschickt werden. Bei Synchronaufnahmen siehst Du deinen Text oft erst 2 Minuten vorher.

Welche Rollen sprichst Du besonders gerne?

Also Trickstimmen gehören aktuell sicherlich zu meinen Favoriten aber ansonsten spreche ich alle Rollen sehr gerne.

Welche Tipps & Tricks hast Du für Neueinsteiger?

Ich zähle mich ja selbst noch zu den Newcomern aber ganz wichtig ist, dass man immer an sich glaubt und niemals aufgibt, auch wenn mal öfter für Rollen abgelehnt wird.

Welches Equipment verwendest Du?

Bisher habe ich das Mikrofon Zoom H2N genutzt aber mittlerweile habe ich auch die Möglichkeit im Studio eines Freundes aufzunehmen.

Was reizt Dich als Sprecher an der Hörgeschichten Produktion?

Die originellen Geschichten und der sehr sympathische Umgang mit uns Sprechern.

Mann sollte Hörgeschichten hören, weil….?

… weil Martin Schwindt einfach tolle Hörspiele produziert! 🙂

Was macht für Dich eine gute Geschichte aus?

Sie muss mich dazu bringen, bis zum Schluss mit Interesse zuzuhören. Dann war es für mich eine gute Geschichte!

Wer ist im Bezug auf das Sprechen Dein Vorbild?

Jede Stimme ist auf Ihre Art besonders, daher möchte ich hier niemanden hervorheben.

Ganz herzlichen Dank für dieses kurzweilige Interview und Dir weiterhin viel Erfolg bei Deiner Tätigkeit als Sprecher. Wer ihn übrigens mal in einer richtig großen kommerziellen Produktion lange und ausführlich konsumieren will, der höre doch mal in „Take a Chance – Begehrt (Rosemary Beach 7)“ hinein. Ich selbst freue mich darauf, auch in Zukunft einige spannende Projekte mit ihm realisieren zu können.

10 Fragen an….Werner Wilkening

10 Fragen anDie letzte Runde „10 Fragen an….“ hat sich uns Julia Bartel einen Einblick in Ihre Tätigkeit gegeben. Die Sprecherinterviews gehen weiter, dieses mal mit einer Stimme die keine Unbekannte ist. Neben den Hörgeschichtenproduktionen „DgP1-12:Endspiel“ wo er als Dorfältester „Telf“ aktiv war, als Erzähler bei der jüngsten Halloween Produktion „Wohin mit dem Stein“ sowie in der Episode 4 der 2. Staffel von „Der gewundene Pfad“ als Stadtoberhaupt „Vigor“ hört man seine Stimme in zahlreichen anderen Hörspielen und auch im Fernsehen hat er seine Auftritte.

Wir wollen an dieser Stelle gar nicht so viel vorweg nehmen, immerhin erzählt Werner unten noch eine ganze Menge über seinen Werdegang. Nur soviel sei an dieser Stelle verraten: Er hat ursprünglich das II. Staatexamen aufs Lehramt. Darüber hinaus  ein Personenbefördrungsschein 3. Klasse, Tätigkeiten als Spediteuer, Elektiker und Tischbauer. Interessen und Hobbys – Literatur, Kunst, Philosophie, Geschichte, Musik und Segeln.

Doch nun zu den 10 Fragen, mit denen wir Werner als Sprecher und auch als Person noch weiter kennenlernen dürfen.

Wie bist Du zum Sprechen gekommen?

… was wär‘ mir anderes übrig geblieben, als das Sprechen zu lernen? Man musste eben. Sonst hätte mich doch keiner verstanden. Also: Auf die Bühne – fertig – los. Da musste man sich einfach verständlich machen, auch wenn einem manchmal die Worte fehlten. Kurz: habe 25 Jahre Theater gespielt, angefangen mit kleinen, selbstgeschrieben oder improvisierten Texten bis hin zu den Klassikern des Absurden (Becket; Büchner; Rimbaut) als Piratenchef in einer Stuntshow, als Märchenerzähler auf dem Marktplatz oder als fahrender Sänger&Vagant aus dem Mittelalter. Nebenbei noch paar kleinere TV-Rollen, nicht so wichtig. Schließlich, mir ein Mikro besorgt (19,95 DM aus dem Kaufhaus) und Kassetten besprochen, mit Gedichten oder kurzen Prosatexten, die mir so in die Hand fielen. Bald kamen Leute von einem Internet Radio (Oh!) und da lernte ich Reportage, An&Absage, Kommentar und Schnitt. Nebenbei mein 1. Hörbuch („Die 13 ½ Leben des Käpten Blaubär – 706 Seiten) eingesprochen, dem bis jetzt an die 25 weitere gefolgt sind. Zufällig entdeckte ich dann – mit Absicht – das HoerspielProjekt.de und da bin ich mittlerweile einer der Stammsprecher: über 500 HoerSpiel-Rollen stehn inzwischen auf meinem HoerSpielKonto, allerdings, ohne das viel auf meinem Konto gelandet wäre. Das wird sich hoffentlich bald ändern!

Was sind Deiner Meinung zufolge die größten Herausforderungen beim Sprechen?

Die geschriebene Sprache zum Leben erwecken: nicht vorlesen, sondern vorsprechen:
„Das Verständlichste an der Sprache ist nicht das Wort selber,sondern Ton, Stärke, Modulation, Tempo, mit denen eine Reihe von Wörtern gesprochen wird, kurz, die Musik hinter den Worten, die Leidenschaft hinter dieser Musik, die Person hinter dieser Leidenschaft: Alles das also, was nicht geschrieben werden kann.“ (Friedrich Nietzsche) – Besser hätte ich es gerade auch nicht sagen können.

Wie bereitest Du Dich auf eine Rolle vor?

… den Text so lange sprechen, bis mir meine Figur vorm inneren Auge erscheint. Die betonten Stellen markieren. Sätze gliedern. Luft holen. Verschiedene Stimmlagen probieren. Sprechen, bis es passt. Noch mehr: ins Gegenüber hineinversetzen, dialogisch fragen – dialogisch antworten. Nicht zuletzt, das ganze Stück querlesen – Handlung, Charakter, Stil des Hoerspiels oder -Buchs erfassen und in sich aufnehmen. Und: Aufnahme läuft.

Welche Rollen sprichst Du besonders gerne?

… immer die, die ich gerade spreche. Das reicht vom Schurken mit der freundlichen Stimme bis zum Guten Opa, der gern Märchen erzählt. Aber durchaus auch „Ernstes“, wenn auch mit einem Augenzwinker.

Welche Tipps & Tricks hast Du für Neueinsteiger?

… üben, üben üben! (die Antwort eines Berliner Taxifahrers auf die Frage: „… wie komm ich denn zur Philharmonie?“) Klar, es gibt Kurse, es gibt Sprechakademien, es gibt Aussprache Lexika, auch in verschiedenen Foren findet man Hinweise. Am besten ist, wenn Ihr Euch einen Sprecher oder eine Sprecherin oder zwei Eurer Wahl raus sucht, nicht unbedingt immitieren – aber herausfinden, wie die Profis so ihr Sprechhandwerkzeug hand haben: Betonung, Pausen, Wechsel der Sprechmelodie, Stimmansatz etc.. Klauen! – sag ich immer, nicht kopieren: Deine eigene Spreche suchen und finden.

Welches Equipment verwendest Du?

Mikro: SE X 1 (Sound Engineer)- super Design und echt günstig); einen Soundcraft-Mixer; bzw. DI-Port – nicht mehr das Neueste; SoundForge – uralt, but it works groß artig; Workstation – läuft immer noch auf „XP“ – aber läuft … klaglos&zuverlässig. Kabine: viel Akustik-Schaum und viel Molton im ganzen Raum verteilt – fast schalltot.

Was reizt Dich als Sprecher an der Hörgeschichten Produktion?

… jenun: mich reizen immer Hörgeschichten, wenn sie intelligent, unterhaltsam geschrieben sind. Und die Hörgeschichten gehören dazu!

Mann sollte Hörgeschichten hören, weil….?

… weil es immer wieder spannend und voll Überraschungen steckt. Eine wunde’bare Phantasie-Reise!

Was macht für Dich eine gute Geschichte aus?

Eine schön verwickelte Story – und mit einer guten Portion Phantasik, Mysterie, Sex und Humor.!

Wer ist im Bezug auf das Sprechen Dein Vorbild?

… viele, viele: C. Brückner z.B., aber auch Hans Paetsch, Peter Schiff, Till Hagen, der großartige Helmut Krauss, auch der sonorige Otto Sander, der unglaubliche Harry Rowolt, Santiago Ziesmer, der Clown, Rolf & Christian Schult – noch wen vergessen? – ja, mICH!

Prima, vielen Dank für dieses echt spannende und vielseitige Interview. Ich muss an dieser Stelle sicher nicht spekulieren denn wer will findet zahlreiche Hörspiele in denen Werner bereits aktiv ist – und weitere werden folgen, ganz sicher auch bei den Hörgeschichten nochmals. Wer noch mehr „ins Detail gehen“ will der kann hier stöbern gehen:

10 Fragen an….Julia Bartel

10 Fragen anNachdem uns zuletzt Frank Landschoof Rede und Antwort gestanden hat geht die Runde der Sprecherinterviews weiter mit einer Dame. Sie war zuletzt in der Hörgeschichten Halloween Produktion „Wohin mit dem Stein“ als „Frau“ zu hören, davor bereicherte sie bereits die Fantasy Reihe „Der gewundene Pfad“ in der Episode 2-1: „Schatten am Horizont“ mit ihrer großartigen Interpretation der „Yneera“.

Julia lebt in Bremen und ist im Berufsleben Heilerziehungspflegerin. Im Rahmen dieser Tätigkeit arbeitet mit behinderten Menschen und sagt von sich selbst dass sie etwas ganz „anderes“ macht. Neben ihrer Tätigkeit als Sprecherin betreibt sie Fantasy-Rollenspiele.

Soweit zu der kurzen Vorstellung von Julia als Person – kommen wir nun zu Julia der Sprecherin und erfahren anhand der „berühmten“ 10 Fragen mehr über ihre Arbeit mit Texten und ihrer Stimme.

Wie bist Du zum Sprechen gekommen?

Zum Sprechen und meiner Anmeldung im Hörtalk bin ich durch den Schöpfer von Wayne McLair, Paul Burghardt, gekommen. Ich habe die Fortschritte des Hörspiels auf Facebook verfolgt und mich in den Statusberichten eingebracht und durch seine Motivation habe ich mich dann getraut, der Community beizutreten und mich als Sprecherin zu bewerben. Meine erste Rolle, vor gut einem Jahr, habe ich dann in einem Spiele-Mod. gesprochen und war Stolz wie Oskar.

Was sind Deiner Meinung zufolge die größten Herausforderungen beim Sprechen?

Ich denke, das herstellen von Authentizität, also das Rüberbringen von starken Emotionen, wie Angst, Trauer und Verzweiflung z.B. ist das Schwierigste. Man sitzt ja als Sprecher in seiner Kabine und auf einmal rennt man einem Dieb hinterher, oder brüllt einen faulen Kollegen an, oder erschrickt sich und muss es sich vorstellen, um dabei auch so zu klingen, damit der Hörer es einem auch abnimmt. So etwas muss man üben und immer wieder machen, damit es am Ende auch überzeugend ist.

Wie bereitest Du Dich auf eine Rolle vor?

Zunächst einmal lese ich mir die Szene durch, in der meine Rolle auftritt, meistens frage ich auch den Autor aus, was er sich vorstellt, welche Eigenschaften den Charakter ausmachen und dann lege ich meinst auch schon los. Ich versuche mich in die Rolle rein zu fühlen und mir das Wesen der Rolle wie eine Mütze aufzusetzen, so lange ich aufnehme.

Welche Rollen sprichst Du besonders gerne?

Nun durch meine persönliche Affinität zu Rollenspielen, liegen mir Fantasy-Rollen wie z.B. die Magierin Yneera in „Der Gewundene Pfad- Schatten am Horizont“ weil ich einfach in diese Rolle schon so oft geschlüpft bin oder dunkle, etwas zwielichtige Charaktere, dessen Intention immer so ein bisschen nebelhaft bleibt, das mag ich, daran habe ich Spaß.

Welche Tipps & Tricks hast Du für Neueinsteiger?

Traut euch! Am Anfang ist es nicht immer leicht und die ersten Aufnahmen sind auch bei mir manchmal noch Murks, Versprecher, zugedichtete Wörter, oder ganz einfach eine zu verwaschene Aussprache sind Dinge, die man mit Übung bewältigen kann und wenn man erstmal die Scheu vorm Mikrofon verliert, dann kann man fast alles sein, wenn man genügen Fantasie hat, es sich vorzustellen.

Welches Equipment verwendest Du?

Ich verwende ein Røde NT- 2A mit einem Stativ und ein Presonus Firestudio an dem ein Digimax FS per ADAT dran hängt. Dazu muss ich sagen, dass ich eigentlich nur Spreche, denn Aufnehmen, zurechtschneiden und abmischen tut das mein Freund, der sich mit diesen Sachen auskennt und ohne den ich meine ganzen Projekte nicht verwirklichen könnte.

Was reizt Dich als Sprecher an der Hörgeschichten Produktion?

Die Vielseitigkeit und die Zusammenarbeit mit dem Autor. Von den Rollen die ich bisher gesprochen haben, hat kaum einer der Autoren soviel positives und vor allem motivierendes Feedback gegeben. Und das sage ich nicht, weil ich wieder eine Rolle sprechen möchte, sondern weil ich die Art, wie er mit mir als Sprecherin arbeitet, spricht und umgeht einfach sehr schätze.

Mann sollte Hörgeschichten hören, weil….?

..einen das Genre interessiert, weil man es liebt, wenn jemand einem eine Geschichte vorliest oder weil man einfach Spaß an Geschichten im allgemeinen hat.

Was macht für Dich eine gute Geschichte aus?

Eine gute Geschichte fesselt mich, bis zum letzten Moment. Sie ist so spannend, dass ich mich bin zum Ende interessiert, wie es ausgeht, wer gewinnt und ob mein Held es schafft.

Wer ist im Bezug auf das Sprechen Dein Vorbild?

Ist es schlimm, wenn ich keines habe ? Ich habe das Sprechen bisher immer als mein Hobby betrachtet und somit war es immer meins, und ich gebe mein Bestes und hab Spaß daran. Ich werde nicht so gut wie die professionelle Sprecherin Frau „Xy“ sein, aber da ich das nichtkommerziell mache, brauche ich nur mir und dem Autor zu genügen.

Vielen Dank für das kurzweilige und interessante Interview. Ich bin mir sicher wir werden in der Zukunft noch viel von Julia zu hören bekommen. Und Gerüchte halber bastelt sie auch an einem eigenen Text der dereinst einmal vertont werden wird. Es bleibt also weiterhin spannend um sie.

10 Fragen an….Frank Landschoof

10 Fragen anDie letzte Runde „10 Fragen an….“ hat Klaus Schankin hier bestritten. Selbstverständlich sollen die Sprecherinterviews weitergehen, daher steht uns nun Frank Landschoof Rede und Antwort. Du hast ihn zuletzt bei „Wohin mit dem Stein“ als leicht nörgelnder, besserwisserischer Mann gehört und bei der aktuellen Hörgeschichtenproduktion „Der gewundene Pfad“ leiht er dem ehemaligen Seebären „Rakr“ seine Stimme.

Frank ist ein „kölsches Urgewächs“ und wohnt in der Stadt mit der größten Kappelle am Rhein. Auch wenn seine lebensbejahende, stets positive Art durch eine schwere Erkrankung einen Dämpfer erhielt so hat er auch dies für sich und vor allem für Andere genutzt und einen Podcast gestartet um anderen Menschen, die ein ähnliches Schicksal zu durchleben hatten, Mut zu machen. Erfreulicherweise gilt er mittlerweile als geheilt und verbringt seine Zeit neben Podcast mit seinem „Minirudel“ – eine Boston Terrier und einer Mischlingshündin. Ferner betrachtet er die Welt durch die Linse und ist begeisterter Hobbyfotograf.

Doch nun zu den 10 Fragen, mit denen wir Frank – insbesondere in seiner Eigenschaft als Sprecher – noch näher kennenlernen dürfen.

Wie bist Du zum Sprechen gekommen?

Die persönlichste und authentischste Art eine Lebensgeschichte zu erzählen ist mit der eigenen Stimme, was auch der Grund war Silbersurfers Podcast zu starten. Irgendwann kam ich zu einem Punkt wo ich nichts mehr soviel über mich selber erzählen wollte, sondern Texte von anderen benutzte, und Schlussendlich meine ersten kleinen Rollen in Hörspielen von Podcast-Kollegen sprach.

Was sind Deiner Meinung zufolge die größten Herausforderungen beim Sprechen?

Mit der Stimme zu schauspielern, und eine andere Person zu erschaffen.

Wie bereitest Du Dich auf eine Rolle vor?

Erst mal natürlich durch lesen der Story. Danach versuche ich mir die Person vorzustellen, nach Angaben der Rollenbeschreibung wie sie aussieht wie sie sich bewegt, was für eine Art von Mensch sie ist usw. Habe ich diese Vorstellung gefestigt, entwickelt sich bei mir die Sprechweise für diese Rolle.

Welche Rollen sprichst Du besonders gerne?

Kantige, eher raue Typen.

Welche Tipps & Tricks hast Du für Neueinsteiger?

Erst mal mit seiner eigenen Stimme eine natürliche Sprechweise vor dem Mikrofon zu bekommen. Die Person die man spricht zu visualisieren, damit man die Rolle immer mit dem entsprechenden Körpergefühl spricht, und sich seine eigenen Aufnahmen immer wieder anhören.

Welches Equipment verwendest Du?

Mein Mikrophon ist ein Audio Technica 2035, das geht über ein Focusrite Scarlett 2i4 Interface in einen iMac mit dem ich Logic Express benutze.

Was reizt Dich als Sprecher an der Hörgeschichten Produktion?

Die von mir gesprochene Rolle/Figur so zu sprechen das die Stimme sofort wieder mit der Rolle verbunden wird.

Mann sollte Hörgeschichten hören, weil….?

…mann durch Musik und Atmosphäre als Hörer in eine andere Welt transportiert wird.

Was macht für Dich eine gute Geschichte aus?

Interessante Figuren, eine abwechslungsreiche aber nicht vorhersehbare Handlung.

Wer ist im Bezug auf das Sprechen Dein Vorbild?

Vorbild hab ich eigentlich keins. Aber ich bewundere den Synchronsprecher Thomas Danneberg der vielen Stars seine Stimme leit, und in der Lage ist Stallone und Schwarzenegger in einem Film zu synchronisieren ohne das man merkt dass es nur ein Sprecher ist.

Besten Dank für das spannende Interview. Von Dir wird es ja noch eine ganze Menge zu hören geben und auch im Bezug auf Halloween sind wir noch nicht miteinander fertig Wer sich nicht gedulden will und hier und jetzt noch mehr von Frank erfahren und/oder lesen möchte, der kann gerne unter den folgenden Links ein wenig stöbern:

10 Fragen an….Klaus Schankin

10 Fragen anNachdem uns in der ersten Runde Alex Begau Rede und Antwort gestanden hat setzen ich nun die Reihe der Sprecherinterviews mit Klaus Schankin fort. Du hast ihn zuletzt in „Der gewundene Pfad 2-2: Als gestern noch morgen war“ gehört wo er dem zwielichtigen „Faruard“ erneut seine Stimme geliehen hat.  Meiner Meinung nach merkt man ihm den Spaß an dieser doch sehr vielschichtigen Rolle förmlich an und es ist jedes mal eine Freude ihn in Aktion zu hören. Doch genug meiner Einleitung, fangen wir mit der Vorstellung an.

Klaus ist ein 68er Jahrgang – also aktuell wo er dies niedergeschrieben hat 47, und damit seiner Meinung nach kein junger Hüpfer mehr. Geboren in Hannover, fand er seinen  Weg quer durch Deutschland vom Norden in den Süden und wohnt aktuell nahe Regensburg in Bayern. In seinem Leben gab es einige zahlreiche Hürden, Höhen und Tiefen. Musik hören und machen, Hörspiele, Film und Bücher sind so etwas wie seine Zweite Welt, in der man ihn finden kann.

Klaus SchankinKommen wir nun zu den 10 Fragen mit denen wir Klaus – insbesondere als Sprecher – noch weiter kennenlernen dürfen.

Wie bist Du zum Sprechen gekommen?

Angefangen hatte es eher mehr als Hobby. Ein wenig Podcast hier, etwas ansagen dort. In meiner Zeit als aktiver IT’ler gehörten auch Schulungen dazu, wo man frei sprechen lernen musste. Und dann war da noch meine Zeit als Sozialkritischer Aktivist, durch die ich in Zusammenarbeit mit dem Bürgerfunk Münster einen Podcast mit Organisiert und besprochen hatte, Etwas ernster als das, was ich sonst so tat. Hörspiele hatte ich schon immer gern gehört, seit Kindheit an. Und irgendwann vor Jahren stolperte ich über Hörspielprojekte, unter anderem auch Hoertalk.de, Soundtales Productions, Hörgeschichten, Neuvertonung, GBS Media, Star Trek Animation Movie Group und viele mehr. Seitdem geistert meine Stimme durch das Netz, so manchen Lautsprecher oder Kopfhörer und erfreut hoffentlich meine Zuhörer. Und nicht nur als Hörspiel, auch in dem ein oder anderem Animationsfilm. Und ja, inzwischen spreche ich auch Nebenberuflich in Kommerziellen Dingen, wenn sich die Gelegenheit ergibt.

Was sind Deiner Meinung zufolge die größten Herausforderungen beim Sprechen?

Das Wunder mit deiner eigenen Stimme die Situationen so überzeugend wie möglich zu zaubern, das die Menschen auch ohne Leinwandbild es plastisch miterleben können.

Wie bereitest Du Dich auf eine Rolle vor?

Einige wird es jetzt sicher überraschen, denn ich mache da überhaupt ncihts aufregendes oder besonderes. Ich mache nicht mehr als mir den Text vorher durch zu lesen, ihn ein paarmal laut vor mich hin zu sprechen und hier und da ein paar Anmerkungen im Script einzufügen. Evt. Gibt es hier und da noch einmal Rücksprache mit dem Verfasser, wenn etwas unklar ist. Und parallel dazu studiere ich die, nennen wir es, Charakter Kurzbiografie um mich ein wenig besser darauf einstimmen zu können. Und dann geht es ab vors Mikro.

Welche Rollen sprichst Du besonders gerne?

Da gibt es so einige. Sei es der Zwielichtige Faruard aus den Hörgeschichten, Commander David Bishop und Chief Thompson aus zwei der Star Trek Animation Movie Group Projekten, auch der nicht ganz so distanzierter Erzähler in der Samy & Scott Serie sind ein paar meiner liebsten Serien-Babys.
Ich müßte wohl meine ganze Liste an Sprechjobs hier runter leiern, in jedem steckt etwas, was ich gern gemacht habe. Wobei ich gern etwas mehr den Fiesling spielen würde, aber meine Stimme ist dazu wohl oft zu sanft. Was ich auch gern noch öfter machen würde wäre, Voice Over zu sprechen.

Welche Tipps & Tricks hast Du für Neueinsteiger?

Ohje, das wären so viele… üben, am Ball bleiben und nicht aufgeben. Hört auf die Erfahrenen, lernt Atmung, stellt Euch vor was ihr gerade sprecht, auch die Personen um Euch herum mit denen ihr interagiert (vor allem bei Dezentralen Aufnahmen, wo man alles alleine im stillen Kämmerlein aufnimmt) und nicht genervt sein, wenn die Regie es gern noch einmal anders haben mag. Also auch Geduld üben, aber auch Einfallsreichtum. Einfach nur sprechen ist es nicht immer, auch Bewegung, sich mal vom mikrofon weg drehen oder n Besonderen Situationen sich auch mal einen Gürtel um die Brust binden um gepresster zu wirken oder so etwas in der Art (so verrückt es auch klingt, aber solche Situationen gibt es tatsächlich). Und sprecht nach möglchkeit die Rollen im stehen. Das macht es leichter. Wenn der Hals trocken wird, einen Schluck Wasser trinken und auch mal einen kurze Pause einlegen. Aber vieles werdet ihr auch selber für Euch heraus finden müssen.

Welches Equipment verwendest Du?

Ein gutes Audiointerface, ein Großmembranmikofon, eine Schallgedämpfte Ecke, einen Computer und ein Tablet, manchmal auch einen Stift bei tatsächlich ausgedruckten Sachen – und jede Menge Wasser und Ingwertee.

Was reizt Dich als Sprecher an der Hörgeschichten Produktion?

Die Hörgeschichten sind eine schöne Art Hörspiele und Serienprojekte auch über den Podcastweg zu hören. Soetwas gibt es im deutschsprachigen Raum, genau wie Podiobooks, leider viel zu selten. Das unterstürtze ich, aber auch meine Rolle als Faruad hat einen gewissen Reiz, wo ich verschiedene vielschichtige Dinge gleichzeitig ausspielen kann.

Hörgeschichten hören, weil….?

Wie schön, eine Fangfrage. Hier muss ich doch sagen, weil sie gut sind? (Man siehe mein schmunzeln im Gesicht). Aber es stimmt schon. Der Gewundene Pfad ist sicher nicht Game of Thrones als Hörgeschichte, aber eine tolle Serien Fantasy-Story im Podcast Format.

Was macht für Dich eine gute Geschichte aus?

Sie muss mich packen und mitreißen, und auch wenn viele erfundene SciFi und Fantasy Elemente vorhanden sind, irgendwie schlüssig sein. Dafür braucht sie auch nicht immer den üblichen Happy End Wegen folgen, den strahlenden Helden immer hervorheben, ich mag auch den Schurken. Das ist so das wesentliche, was für mich eine Geschichte ausmacht. Alles andere sind Genrefragen oder persönliche Geschmackssachen, die einen entweder gefallen oder nicht.

Wer ist im Bezug auf das Sprechen Dein Vorbild?

Oh, es gibt viele tolle Sprecher. Ein wirkliches Vorbild, oder jemanden den ich am liebsten Nacheifern würde wie Stefan Kaminski, David Nathan, Santiago Ziesmer, Rufus Beck oder Michael Pan. Aber ob ich diese Klasse jemals erreiche ist etwas völlig anderes.

Vielen Dank für das sehr interessante Interview, ich bin mir sicher dass wir in nicht zu ferner Zukunft wieder von Dir hören werden. Wer noch mehr von Klaus erfahren und/oder lesen möchte, der kann gerne unter den folgenden Links ein wenig stöbern:

10 Fragen an…. Alex Begau

10 Fragen an...

Im Rahmen dieser Serie werde ich Dir einige Sprecher vorstellen die mir und Dir die Freude bereits gemacht haben, für Hörgeschichten aktiv zu werden. Den Anfang macht Alex Begau. Zuletzt hast Du sie bei „Der gewundene Pfad 2-2: Als gestern noch morgen war“ gehört. Sie verkörpert hier auf Ihre unnachahmlich einnehmende Art die Jägerin „Aerith“ und wird uns auch noch in den kommenden Folgen begeistern.

Alex, hauptberuflich gestresste Studentin in der Bachelorarbeitsphase spielt sehr gerne mit ihrer Stimme. Außerdem liebt  sie den Zauber von Büchern und guten Ideen. Sie schreibe selbst und würde gerne noch viel mehr und häufiger schreiben wenn es denn die Zeit erlaubt. Darüber hinaus lässt sie sich gerne inspirieren und bezeichnet sich selbst als Tagträumerin. Sie beschreibt sich als super chaotisch und vergesslich, aber irgendwie kriegt sie es dann doch schon alles auf die Reihe. Viele ihrer Freunde nennen sie verrückt und sie mutmaßt, dass dies doch recht zutreffend sein könnte.

Kommen wir nun zu den 10 Fragen mit denen wir Alex – insbesondere als Sprecherin – noch weiter kennenlernen dürfen.

 

Wie bist Du zum Sprechen gekommen?

Zuerst hörte ich ungefähr sämtliche Hörspiele des Hörspielprojekts mit meiner Schwester, bis ich mich dann irgendwann entschloss, im Hörtalk anzumelden – eigentlich, um mich wieder besser zum Schreiben zu motivieren. Tja, und über das Forum wurde ich dann erfolgreich zum Sprechen angefixt. Offengestanden habe ich aber sehr sehr lange gebraucht, um mich zum Mikrokauf durchzuringen – das war alles so aufregend!

 

Was sind Deiner Meinung zufolge die größten Herausforderungen beim Sprechen?

Ich denke, die größte Herausforderung ist es, der Rolle eine ganz eigene Persönlichkeit zu geben. Sehr schwierig finde ich auch überzeugend herzlich zu lachen oder herzzerreißend zu weinen – diese ganzen reinen Emotionen wirken meiner Meinung nach sehr schnell unauthentisch.

 

Wie bereitest Du Dich auf eine Rolle vor?

Ehrlich gesagt verlasse ich mich sehr viel (vielleicht ein bisschen zu viel) auf meine Intuition und mein Gefühl zur Rolle. Ich lese mir natürlich vorher durch, welchen Charakter sich der Autor vorgestellt hat und versuche zu überblicken, worum es in den Szenen geht. Ganz oft spreche ich die Takes aber spontan und alle hintereinander ein, einfach weil ich dann besser im Flow bleiben kann.

 

Welche Rollen sprichst Du besonders gerne?

Ich mag komplexe Rollen, die Charakter haben und nicht immer lieb und freundlich sind, sondern auch mal zynisch, direkt oder einfach ein wenig undurchschaubar sein können. Ich würde gerne mal eine richtig böse Rolle sprechen, das würde mir glaube ich sehr viel Spaß bereiten.

Welche Tipps & Tricks hast Du für Neueinsteiger?

Im Großen und Ganzen sollten Neueinsteiger nicht den Mut verlieren, sich kleine Ziele stecken und sich über jede kleine Rolle freuen, die sie bekommen. Außerdem ist es immer gut, beim Einsprechen oder auch schon beim Üben vorher immer mehrere Varianten ausprobieren. Und allem voran: Spaß haben!

Welches Equipment verwendest Du?

Ich habe ein Røde Podcaster, das ich über USB an meinen PC anschließe. Letztens habe ich mir außerdem endlich ein ordentliches Stativ mit Spinne gegönnt, vorher habe ich da etwas improvisiert. Ich nehme übrigens auf meinem echt super gedämmten Dachboden auf – macht einen guten Sound, aber Stehen ist leider nicht drin. Es gibt also noch Optimierungsmöglichkeiten.

Was reizt Dich als Sprecher an der Hörgeschichten Produktion?

Ich fand es wirklich toll, als Sprecher ein Mitspracherecht zu haben, welchen Charakter ich denn verkörpern möchte. Die Hörgeschichte ist ja nun auch schon etwas längerfristig angelegt und so besteht vielleicht auch mal eine Chance auf eine länger bestehende Rolle.

Hörgeschichten hören, weil….?

…zunächst einmal viel Liebe und Arbeit von vielen unterschiedlichen Beteiligten in diesem Projekt steckt. Außerdem, weil dem Zuhörer eine vielseitige Geschichte mit ordentlich Dramatik und Spannung geliefert wird, die man sicherlich auch gut durch“suchten“ darf.

Was macht für Dich eine gute Geschichte aus?

Für mich sind gute Geschichten solche, die mit den Erwartungen des Hörers spielen und unerwartete Wendungen nehmen. Ich werde sehr gerne überrascht, ich liebe paradoxe Zusammenhänge und allem voran stehe ich absolut auf sogenannte mindfucks!

Wer ist im Bezug auf das Sprechen Dein Vorbild?

Ich muss sagen, ich habe gar kein konkretes Vorbild. Ich nehme einfach jeden Tipp mit, den ich zum Verbessern meiner Sprechleistung bekomme. Wenn mir die Sprechart einer Person gefällt, orientiere ich mich vielleicht schon ein wenig daran und ziehe die ein oder andere Anregung daraus.

 

Besten Dank für das spannende Interview, ich freue mich auf die nächste Zusammenarbeit mit Dir!

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