Produktionsnotizen

Hörgeschichten Umfrage – Deine Meinung zählt!

Aktuell schwirren mir viele Ideen durch den Kopf wie es mit Hörgeschichten weiter gehen kann – insbesondere wo nun wieder eine Halloweengeschichte bald vor der Türe steht als auch „Der gewundene Pfad 2“ sich langsam aber sicher dem Ende zu neigt.

Eine großartige Community auf Facebook sowie Twitter als auch viel Feedback auf anderen Kanälen hat mich bewogen Euch aktiv in die Richtungsbestimmung von „Hörgeschichten“ mit einzubeziehen und so habe ich eine kleine Umfrage erstellt wo ich mich über eine rege Teilnahme sehr freuen würde. Es dauert gerade mal eine Minute und tut auch garantiert nicht weh.

Ich finde:



Die Umfrage läuft bis zum 30.11.2017 – sehr gerne darf dieser Beitrag auf allen Kanälen geteilt werden*. Ich danke Euch für’s mitmachen !


*Fürs Teilen habe ich für Dich diese Short-URL erstellt: goo.gl/Gx5k15




Alle Abstimmungsergebnisse sind anonymisiert und lassen keinen Rückschluss auf den/die Teilnehmende/n zu.

Was zwischen Folge 2-8 und Staffel 3 zu sagen wäre

Die Arbeiten für „Der gewundene Pfad“ Folge 2-8 laufen auf vollen Touren und ich nutze die Gelegenheit ein wenig aus dem Nähkästchen von der Produktion zu plaudern. Außerdem trage ich dem Umstand Rechnung das sich „Der gewundene Pfad 2: Die Erben des Feuers“ langsam aber stetig dem Staffelfinale nähert und erzähle, wie die ersten Ideen für die dritte und aktuell letzte Staffel von „Der gewundene Pfad“ aussehen wird. Fertig? Und los geht es!

Der gewundene Pfad 2-8

Die Hälfte der Sprecher hat bereits ihre Rollen eingesprochen und das Ergebnis kann sich wirklich hören lassen. Ich bin jedes mal ein klein wenig stolz dass so tolle Talente ihre Zeit opfern um meinen Figuren das Leben einzuhauchen. So zum Beispiel ist die Weltenwandlerin „Casi“ bereits wohlbehalten auf meiner Festplatte gelandet und schlummert aktuell friedlich bis zum Dialogschnitt welcher bald in Angriff genommen wird. Ja, richtig gelesen, es wird wieder eine Weltenwanderin geben. Diese mystisch zauberhaften Kreaturen hatten schon bereits in der ersten Staffel ihren Auftritt. Hinzu kommen wirklich aufwändige aber sehr vielfältige Soundkulissen die zwar einiges an Zeit, Kreativität und Geduld gefordert haben – insbesondere die Ruinen von Eichenhain hatten es wirklich in sich. Aber dies ist Teil der Hörgeschichten Produktionsphilosophie: Liebe zum Detail und Qualität vor Quantität.

Wer sich diesen Artikel bisher durchgelesen hat und gierig darauf gewartet hat zu den Inhalten der kommenden Folge zu erfahren, dem seien die folgenden Fragen als kleine Spekulationsmasse gestellt:

  • Wird Iskirra Kargan kaltblütig erschießen oder aus welchem Grund trifft Kargan den „Treuhänder der Zeit“?
  • Wer ist überhaupt der „Treuhänder der Zeit“?
  • Aus welchem Grund verschanzen ist der Eingang zum Dorf „Hochbruch“ verrammelt und über der Ortschaft steht eine dicke, schwarze Wolke?
  • Kargan trifft erneut auf eine Weltenwandlerin – doch aus welchem Grund? Erleben wir etwa ein Wiedersehen mit Dejah?

Wer Spaß, Laune und Ideen hat darf gerne in den Kommentaren auch öffentlich spekulieren! 🙂

Staffel 3

Die gute Nachricht: Es wird eine dritte Staffel von „Der gewundene Pfad“ geben. Die schlechte Nachricht: Dies ist auf absehbare Zeit erst einmal die letzte Staffel dieser Reihe. Ob und in welcher Form es noch eine vierte Staffel geben wird steht in den Sternen – vielleicht. Fakt ist allerdings dass sich Hörgeschichten nach der dritten Staffel einem ganz anders gelagerten, neuen Projekt zuwenden wird auf das ich mich bereits jetzt schon freue. Dies sind keine Neuigkeiten, da ich dies  an anderer Stelle bereits grob angerissen habe. Somit wird es nun an der Zeit ein paar grobe Skizzen zu der Staffel 3 zu zeichnen:

  • Die dritte Staffel wird den Titel „Schicksalskette“ tragen und wie auch die zweite Staffel inhaltlich zu verstehen sein, ohne dass die vorhergehende(n) Staffeln gehört zu haben.
  • Die in Folge 2-7 angedrohten Magierkriege könnten möglicherweise Realität werden und eine lange, sehr dunkle Nacht heraufbeschwören
  • Sul’Gha verfolgt ihre ganz eigenen Pläne mit ihrem weißen Drachen Nynth – ob zum Wohl oder Nachteil der Welt wird sich zeigen
  • Das Volk der Drachen wird sich mit mehreren Fronten konfrontiert sehen – einige davon sind eigen verschuldet, andere hingegen wurden ihnen aufgezwungen
  • Die letzten beiden Prophezeiungen von Lesámá – die Barke und das Kleinod – werden sich erfüllen
  • Zu guter letzt etwas administratives: Die dritte Staffel wird 10 Folgen haben

Und auch hier gilt: Wer Spaß, Laune und Ideen hat darf gerne in den Kommentaren auch öffentlich spekulieren! 🙂

Und sonst?

Selbstredend Einhörner für Alle! Darüber hinaus freue ich mich, wenn Du kurz 20 Sekunden investierst und der Produktion eine (idealerweise euphorische) iTunes Bewertung und/oder Rezension hinterlässt. Kostet Dich außer den 20 Sekunden nichts, hilft aber „Hörgeschichten“ ungemein weiter, da hierdurch zusätzliche Sichtbarkeit generiert wird.

Machst Du?

Prima.

Geherzt und gedrückt bis zum Sonnenaufgang.

To be Halloween or not to be Halloween?

Wie der geneigte Leser und/oder Zuhörer mitbekommen hat ist hier zu Halloween…..nichts passiert. Über das für und wieder und das warum will ich nicht weiter ausschweifen, wer Interesse an Hintergründen hat kann gerne einmal hier nachlesen/nachhören. Ich will an dieser Stelle auch keine Nostalgie betreiben sondern viel mehr den Blick nach vorne richten.

Wenn alles gut geht werde ich drei Räder parallel drehen und es kommen in nicht zu ferner Zukunft – zumindest in Hörgeschichten Maßstäben – drei Produktionen auf einmal heraus.

Was steht also an?


A) Die Kooperationsgeschichte mit Silbersurfers Kosmos

Es wird in jedem Fall eine Kooperationsgeschichte geben – nur eben nicht zu Halloween. Wir haben uns selbst ein ehrgeiziges Ziel gesetzt und werden alles geben um dieses zu erreichen. Somit kann ich heute schon sagen: Das neue XXL Kooperationshörspiel wird Anfang 2017 erscheinen.Und ja, es wird 2017 wieder ein waschechtes Halloweenhörspiel geben was auch brav am 31.10. erscheinen wird.


B) Anfrage von der Geschichtenkapsel

Die Mädels und Jungs von der Geschichtenkapsel kamen auf mich zu und habe mich gefragt, ob ich nicht Lust habe ihren „Jahres-End-Kalender“ mit zu bestreiten. Lust habe ich mal so richtig, daher werde ich mich hier ins Zeug legen und etwas kleines zurechtbasteln was dann bei der Geschichtenkapsel erscheinen wird.


c) Der gewundene Pfad 2-8

Selbstredend geht auch „Der gewundene Pfad 2“ weiter. Das Skript war sehr, sehr schwierig da diese Episode für die Geschichte einen sehr hohen Stellenwert genießt. Ich bin aber auf einem guten Weg und bin optimistisch dass es Anfang des neuen Jahres „Der gewundene Pfad 2-8: Die Flamme des Lebens“ erscheinen wird.

In Summe also viel Aktivität, davon sehr, sehr vieles hinter den Kulissen. Dazu gibt es auch von der Scoring Stage Neuigkeiten zu vermelden welche ich aber in einem separaten Artikel behandeln will.

Hörgeschichten offline?

Ich wurde in letzter Zeit öfters gefragt inwiefern man sich die Folgen von Hörgeschichten auch offline anhören bzw. herunterladen kann.

Um es kurz zu machen: Die gute Nachricht ist – JA, das geht!

Ich habe und werde auch künftig keine Audiodateien zum freien Download anbieten. Bevor nun die große Trauer ausbricht – erst einmal abwarten, denn es gibt eine ziemlich geniale Lösung die auch sehr funktional ist.

Wie schon seit eh und je geschrieben ist „Hörgeschichten – das Hörspiellabel im Podcastformat“. Und darin liegt der Clou: Mit jedem Podcatcher kannst Du Dir somit „Hörgeschichten“ als MP3 auf Dein Smartphone herunterladen können.

Was ist ein Podcast? Ich denke hierzu wurde schon viel geschrieben, somit schaue doch einfach mal was Wikipedia dazu sagt. Daher wende ich mich den drei Dingen zu die Du brauchst, um „Hörgeschichten offline zu hören“:

 

1) Einen Podcatcher

Technisch will ich gar nicht darauf eingehen wie ein Podcatcher funktioniert und was genau er tut. In einfachen Worten: Er fragt den Server von z.B. Hörgeschichten regelmäßig ab ob es eine neue Folge gibt und lädt diese dann zum Offline Hören (sofern so eingestellt, es gibt auch Varianten bei denen man Streamen kann) herunter.  Anbei nun eine kurze beispielhafte Auflistung von Podcatchern für die iOS, Android und Windows Phone*:

 

iOS Android Windows
Instacast Pocket Cast  Podcast Lounge
Overcast Upod  PODCASTS!
Castro Antenna Pod  Podcast Picker
Downcast Dogg Catcher  Grover Podcast

Die jeweiligen Programme sind bereits im Betriebsystem installiert (wie z.B. „Podcast“ bei iOS) oder im Apple App Store / GooglePlay Store / Microsoft Store zu finden.

*Wer einen weiteren empfehlenswerten Podcatcher kennt oder einen der gelisteten Polcatcher für Diafunktional hält kann dies gerne in den Kommentaren kund tun!
 

2) Den RSS Feed

Nun musst Du Du lediglich dem Programm noch mitteilen was es für Dich finden soll. Oftmals gibt es eine Suchmaske in die Du dann „Hörgeschichten“ eingibst. Manchmal wirst Du auch aufgefordert einen sogenannten „RSS Feed“ einzugeben.

Der RSS Feed von Hörgeschichten lautet: „http://them.podcaster.de/hoergeschichten.rss“ solltest Du ihn verlieren, Du findest die Angabe auch oben rechts im Seitenmenü dieser Seite unter „Hörgeschichten erleben“.

 

3) Abspielen

Solltest Du alles richtig gemacht haben bietet sich Dir ein Bild was diesem ähnlich sehen dürfte – et voilà, Du hast „Hörgeschichten offline“ verfügbar! 😀

Hörgeschichten angezeigt von einem Polcatcher

 

Der gewundene Pfad 2-7 – Quo vadis?

Es hat in letzter Zeit einige Rückfragen gegeben warum es nun hier und insbesondere auf dem Feed recht ruhig geworden ist. „Hat er aufgehört?“ „Ist etwas passiert?“ „Hat er keine Lust mehr?“ und viele Fragen ähnlicher Natur. Die simple Antwort: Nichts davon.

Leider war diese Folge von einigen Stolpersteinen begleitete, unter anderem war ich auch gezwungen einen der Sprecher mitten in der laufenden Produktion zu wechseln (siehe auch Twitter). Dies waren einige Mühen welches es definitiv zu überwinden galt haben ordentlich Zeit und zum Teil auch Energie gekostet.

Kommen wir aber nun zum positiven Teil dieser Produktionsnotiz: Es geht weiter! Und das mit sehr viel Schub, da die letzten Hindernisse aus dem Weg geräumt sind und nun die finalen Arbeiten zur Fertigstellung im Gang sind. Mit ein wenig Optimismus behaupte ich mutig, dass „Der gewundene Pfad 2-7: Die Hunde des Krieges“ Anfang August online gehen wird. Drückt mir und der Produktion die Daumen dass sich nicht weitere Falltüren unterwegs auftun, aber davon gehe ich jetzt einfach mal nicht aus. Daher in diesem Sinne: Wir hören uns!

Böhmische Klänge

Ich habe ja schon mal hier und da und dort gelegentlich über die musikalischen Elemente für die Hörgeschichtenproduktionen schrieb, so werde ich wohl in dieser Hinsicht nie fertig werden (befürchte ich). Es gibt so viele zahlreiche Möglichkeiten sein Klangspektrum zu erweitern und abzurunden und dieses mal habe ich ein besonderes Kleinod entdeckt: Die Bibliothek „Bohemian Violin“ von Virharmonic.

Bohemian Violin

Was das soll eine einzelne Violine als separate Bibliothek zu erwerben – vor allem da viele Standard Libaries bereits zumindest ein String Ensemble bieten – werde ich später darlegen. Fangen wir mit den rein technischen Daten an: Es handelt sich um ein 3,4 GB großes Datenpaket welches aus 10894 Samples in 96kHz – 24bit besteht. Es lässt sich von VST, AU, AAX Samplern ansprechen, bevorzugt allerdings die kostenlose UVI Workstation in der eine nahtlose Integration wahrhaftig gelungen ist.

Was einem förmlich ins Ohr springt sind die exzellenten Dynamiken und Spielfreude dieser Violine. Ein bezauberndes true Legato lässt diese Klänge der böhmischen Violine förmlich schwerelos über dem Sound schweben und kristallklare Frequenzen emittieren. Das Instrument reagiert sehr natürlich auf die Ansprache über die Minibefehle und ist doch angenehm flexibel und lebhaft. Bogendynamiken sind ebenso selbstverständlich wie unterschiedliche Spielarten wie z.B. Pizzicato. Weiterer erfreulicher Pluspunkt: Das Instrument entfaltet bereits „out of the box“ einen satten, überzeugenden Klang ohne dass lange Einstellungssitzungen notwendig sind. Sicher, es gibt noch einige Punkt welche die Violine aktuell noch nicht darstellen kann, aber dazu gleich mehr. Positiv ist auch dass der „Katzenjammer Effekt“ wie ihn sich mitunter sogar große Sample Anbieter leisten, vollständig unterbleibt und die Violine sich selbst treu bleiben kann.

Zum guten Schluss bin ich noch auf die drei Erweiterungen gespannt, welche Virharmonic der Violine in 2016 spendieren will. Der besondere Clou ist hier, dass aktuelle Käufer diese kostenlos nachgeliefert bekommen. Somit entfällt der fade Beigeschmack eines Gedanken in der Richtung „Hätte ich mal gewartet.“ Ein sehr fairer Schachzug welcher (leider) nicht immer selbstverständlich ist. Hinzu kommt ein durchaus angemessener und akzeptabler Preis.

Worte sind noch eingängiger, wenn man sie um Klänge ergänzt. Daher habe ich ein ganz Miniatur und einfaches Demo gespielt welches die Fähigkeiten der Violine vorstellt.

Einziger Wermutstropfen nach den Lobgesängen ist der recht aufwändige Registirerungs- und Rechtsverwaltung über iLok – dies ist nicht wirklich notwendig und wird von anderen Anbietern wesentlich unkomplizierter gelöst. Aber dies sollte trotzdem niemanden abhalten, diese großartige Bibliothek zu erwerben. Darüberhinaus werde ich Virharmonic weiterhin intensiv beobachten, denn hier ist nach dem furiosen Start noch mehr zu erwarten. Ich bin gespannt.

10 Fragen an…Jan Langer

10 Fragen anNachdem uns in der letzten Folge der Sprecherinterviews Werner Wilkening Rede und Antwort gestanden hat ist nun die Reihe an Jan Langer. Eifrige Zuhörer von Hörgeschichten kennen ihn bereits durch seine Rolle des „Vatur“ in „Der gewundene Pfad 2-3:“Licht und Schatten“ sowie zuletzt in der Halloween Produktion: „Der 13. Stock„.

Bevor wir uns den eigentlichen Fragen stellen will ich doch die Gelegenheit nicht verpassen Jan als Person kurz vorzustellen: Aktuell ist er 37 Jahre jung, kommt aus Nürnberg und hat eine 4-jährige Tochter. Mittlerweile arbeitet er als  Sprecher im Synchron-, Hörspiel- und Hörbuchbereich, doch dazu später noch mehr. Er sagt von sich selbst dass sein größtes Hobby der Eishockeysport wäre, allerdings nur als Fan und Zuschauer (Lieblingsverein: Nürnberg Ice Tigers was angesichts des Wohnortes wohl auch nicht weiter erstaunlich ist). Wenn es seine knappe Zeit dann noch zulässt schreibt er als Autor an Hörspielskripten, wir dürfen also gespannt sein mit welchen Geschichten uns Jan in Zukunft noch die Zeit versüßen wird.

Jan Langer

Doch nun zu den 10 Fragen, mit denen wir Jan als Sprecher und auch als Person noch weiter im Detail kennenlernen dürfen.

Wie bist Du zum Sprechen gekommen?

Den „Traum“ als Sprecher zu arbeiten, hatte ich bereits vor einigen Jahren aber es hat sich aus privaten und beruflichen Gründen immer wieder zerschlagen. Im Sommer 2015 hab ich mich dann spontan bei einem Synchronstudio beworben und man gab mir die Chance in einer bekannten Anime-Serie mitzusprechen…das war für mich der eigentliche Start als professioneller Sprecher. Seitdem sind auch weitere Produktionen im Synchron-, Hörbuch- und Hörspielbereich dazugekommen.

Was sind Deiner Meinung zufolge die größten Herausforderungen beim Sprechen?

Sich auf die jeweilige Rolle vorzubereiten, empfinde ich jedes Mal aufs Neue als eine große Herausforderung aber das ist es auch, was diesen Beruf so interessant macht.

Wie bereitest Du Dich auf eine Rolle vor?

Das kommt immer ganz darauf an. Auf ein Hörspiel oder Hörbuch kann man sich relativ lange vorbereiten, da die Skripte oft schon einige Wochen vor den Aufnahmen verschickt werden. Bei Synchronaufnahmen siehst Du deinen Text oft erst 2 Minuten vorher.

Welche Rollen sprichst Du besonders gerne?

Also Trickstimmen gehören aktuell sicherlich zu meinen Favoriten aber ansonsten spreche ich alle Rollen sehr gerne.

Welche Tipps & Tricks hast Du für Neueinsteiger?

Ich zähle mich ja selbst noch zu den Newcomern aber ganz wichtig ist, dass man immer an sich glaubt und niemals aufgibt, auch wenn mal öfter für Rollen abgelehnt wird.

Welches Equipment verwendest Du?

Bisher habe ich das Mikrofon Zoom H2N genutzt aber mittlerweile habe ich auch die Möglichkeit im Studio eines Freundes aufzunehmen.

Was reizt Dich als Sprecher an der Hörgeschichten Produktion?

Die originellen Geschichten und der sehr sympathische Umgang mit uns Sprechern.

Mann sollte Hörgeschichten hören, weil….?

… weil Martin Schwindt einfach tolle Hörspiele produziert! 🙂

Was macht für Dich eine gute Geschichte aus?

Sie muss mich dazu bringen, bis zum Schluss mit Interesse zuzuhören. Dann war es für mich eine gute Geschichte!

Wer ist im Bezug auf das Sprechen Dein Vorbild?

Jede Stimme ist auf Ihre Art besonders, daher möchte ich hier niemanden hervorheben.

Ganz herzlichen Dank für dieses kurzweilige Interview und Dir weiterhin viel Erfolg bei Deiner Tätigkeit als Sprecher. Wer ihn übrigens mal in einer richtig großen kommerziellen Produktion lange und ausführlich konsumieren will, der höre doch mal in „Take a Chance – Begehrt (Rosemary Beach 7)“ hinein. Ich selbst freue mich darauf, auch in Zukunft einige spannende Projekte mit ihm realisieren zu können.

10 Fragen an….Werner Wilkening

10 Fragen anDie letzte Runde „10 Fragen an….“ hat sich uns Julia Bartel einen Einblick in Ihre Tätigkeit gegeben. Die Sprecherinterviews gehen weiter, dieses mal mit einer Stimme die keine Unbekannte ist. Neben den Hörgeschichtenproduktionen „DgP1-12:Endspiel“ wo er als Dorfältester „Telf“ aktiv war, als Erzähler bei der jüngsten Halloween Produktion „Wohin mit dem Stein“ sowie in der Episode 4 der 2. Staffel von „Der gewundene Pfad“ als Stadtoberhaupt „Vigor“ hört man seine Stimme in zahlreichen anderen Hörspielen und auch im Fernsehen hat er seine Auftritte.

Wir wollen an dieser Stelle gar nicht so viel vorweg nehmen, immerhin erzählt Werner unten noch eine ganze Menge über seinen Werdegang. Nur soviel sei an dieser Stelle verraten: Er hat ursprünglich das II. Staatexamen aufs Lehramt. Darüber hinaus  ein Personenbefördrungsschein 3. Klasse, Tätigkeiten als Spediteuer, Elektiker und Tischbauer. Interessen und Hobbys – Literatur, Kunst, Philosophie, Geschichte, Musik und Segeln.

Doch nun zu den 10 Fragen, mit denen wir Werner als Sprecher und auch als Person noch weiter kennenlernen dürfen.

Wie bist Du zum Sprechen gekommen?

… was wär‘ mir anderes übrig geblieben, als das Sprechen zu lernen? Man musste eben. Sonst hätte mich doch keiner verstanden. Also: Auf die Bühne – fertig – los. Da musste man sich einfach verständlich machen, auch wenn einem manchmal die Worte fehlten. Kurz: habe 25 Jahre Theater gespielt, angefangen mit kleinen, selbstgeschrieben oder improvisierten Texten bis hin zu den Klassikern des Absurden (Becket; Büchner; Rimbaut) als Piratenchef in einer Stuntshow, als Märchenerzähler auf dem Marktplatz oder als fahrender Sänger&Vagant aus dem Mittelalter. Nebenbei noch paar kleinere TV-Rollen, nicht so wichtig. Schließlich, mir ein Mikro besorgt (19,95 DM aus dem Kaufhaus) und Kassetten besprochen, mit Gedichten oder kurzen Prosatexten, die mir so in die Hand fielen. Bald kamen Leute von einem Internet Radio (Oh!) und da lernte ich Reportage, An&Absage, Kommentar und Schnitt. Nebenbei mein 1. Hörbuch („Die 13 ½ Leben des Käpten Blaubär – 706 Seiten) eingesprochen, dem bis jetzt an die 25 weitere gefolgt sind. Zufällig entdeckte ich dann – mit Absicht – das HoerspielProjekt.de und da bin ich mittlerweile einer der Stammsprecher: über 500 HoerSpiel-Rollen stehn inzwischen auf meinem HoerSpielKonto, allerdings, ohne das viel auf meinem Konto gelandet wäre. Das wird sich hoffentlich bald ändern!

Was sind Deiner Meinung zufolge die größten Herausforderungen beim Sprechen?

Die geschriebene Sprache zum Leben erwecken: nicht vorlesen, sondern vorsprechen:
„Das Verständlichste an der Sprache ist nicht das Wort selber,sondern Ton, Stärke, Modulation, Tempo, mit denen eine Reihe von Wörtern gesprochen wird, kurz, die Musik hinter den Worten, die Leidenschaft hinter dieser Musik, die Person hinter dieser Leidenschaft: Alles das also, was nicht geschrieben werden kann.“ (Friedrich Nietzsche) – Besser hätte ich es gerade auch nicht sagen können.

Wie bereitest Du Dich auf eine Rolle vor?

… den Text so lange sprechen, bis mir meine Figur vorm inneren Auge erscheint. Die betonten Stellen markieren. Sätze gliedern. Luft holen. Verschiedene Stimmlagen probieren. Sprechen, bis es passt. Noch mehr: ins Gegenüber hineinversetzen, dialogisch fragen – dialogisch antworten. Nicht zuletzt, das ganze Stück querlesen – Handlung, Charakter, Stil des Hoerspiels oder -Buchs erfassen und in sich aufnehmen. Und: Aufnahme läuft.

Welche Rollen sprichst Du besonders gerne?

… immer die, die ich gerade spreche. Das reicht vom Schurken mit der freundlichen Stimme bis zum Guten Opa, der gern Märchen erzählt. Aber durchaus auch „Ernstes“, wenn auch mit einem Augenzwinker.

Welche Tipps & Tricks hast Du für Neueinsteiger?

… üben, üben üben! (die Antwort eines Berliner Taxifahrers auf die Frage: „… wie komm ich denn zur Philharmonie?“) Klar, es gibt Kurse, es gibt Sprechakademien, es gibt Aussprache Lexika, auch in verschiedenen Foren findet man Hinweise. Am besten ist, wenn Ihr Euch einen Sprecher oder eine Sprecherin oder zwei Eurer Wahl raus sucht, nicht unbedingt immitieren – aber herausfinden, wie die Profis so ihr Sprechhandwerkzeug hand haben: Betonung, Pausen, Wechsel der Sprechmelodie, Stimmansatz etc.. Klauen! – sag ich immer, nicht kopieren: Deine eigene Spreche suchen und finden.

Welches Equipment verwendest Du?

Mikro: SE X 1 (Sound Engineer)- super Design und echt günstig); einen Soundcraft-Mixer; bzw. DI-Port – nicht mehr das Neueste; SoundForge – uralt, but it works groß artig; Workstation – läuft immer noch auf „XP“ – aber läuft … klaglos&zuverlässig. Kabine: viel Akustik-Schaum und viel Molton im ganzen Raum verteilt – fast schalltot.

Was reizt Dich als Sprecher an der Hörgeschichten Produktion?

… jenun: mich reizen immer Hörgeschichten, wenn sie intelligent, unterhaltsam geschrieben sind. Und die Hörgeschichten gehören dazu!

Mann sollte Hörgeschichten hören, weil….?

… weil es immer wieder spannend und voll Überraschungen steckt. Eine wunde’bare Phantasie-Reise!

Was macht für Dich eine gute Geschichte aus?

Eine schön verwickelte Story – und mit einer guten Portion Phantasik, Mysterie, Sex und Humor.!

Wer ist im Bezug auf das Sprechen Dein Vorbild?

… viele, viele: C. Brückner z.B., aber auch Hans Paetsch, Peter Schiff, Till Hagen, der großartige Helmut Krauss, auch der sonorige Otto Sander, der unglaubliche Harry Rowolt, Santiago Ziesmer, der Clown, Rolf & Christian Schult – noch wen vergessen? – ja, mICH!

Prima, vielen Dank für dieses echt spannende und vielseitige Interview. Ich muss an dieser Stelle sicher nicht spekulieren denn wer will findet zahlreiche Hörspiele in denen Werner bereits aktiv ist – und weitere werden folgen, ganz sicher auch bei den Hörgeschichten nochmals. Wer noch mehr „ins Detail gehen“ will der kann hier stöbern gehen:

Und wie es singt…

Vocalise

Seit geraumer Zeit beherberge ich eine weitere Library bei mir: Die unglaubliche „Vocalise“ aus der Schmiede „Heavyocity“ welche bereits mehrfach mit einer Auszeichnung versehen wurde. Nun mag man stutzig werden warum denn noch eine weitere Bibliothek mit Gesang-Samples hinzugekommen ist, aber dies klärt sich relativ schnell auf.

Vocalise ist das zweite Expansion Set (erster Teil war die „Natural Forces“ Bibliothek) der „Gravity“ Serie von Heavyocity und verwendet auch die hier implementierte Engine. Es ist aber völlig eigenständig und kann davon unabhängig erworben und betrieben werden, d.h. jeder gängige Sampler (bei mir ist es aktuell KONTAKT 5) akzeptiert die Installation. Kaum ist dies geschehen wird man von einem grafisch äußerst beeindruckenden Interface begrüßt, welche nahezu jede Einstellmöglichkeit bietet.

Doch was genau ist nun Vocalise? Wie auch schon die Gravity Serie als solche ist es eine komplexe Systematik zur Klangmanipulation welche einen vollen, räumlichen und vor allem auch sphärischen Sound ergeben. Und genau dies ist es, was Vocalise ausmacht. Im Vergleich zu z.B. Cinesamples VOXOS ist Vocalise ein Flächeninstrument welches sich weniger dem individuellen Stimmklang zuwendet als vielmehr der Gestaltung von Soundatmosphären. Dies geschieht auf mannigfaltige Art und weise. Zum einen beinhalten es unterschiedliche Sänger welche verschiedene Klangspektren in unterschiedlichen Stilen abbilden. Darüber hinaus werden diese Stimmen in verschiedensten Clustern dargestellt: Von einfachen Phrasierungen bis hin zu komplexen, mulititonalen Flächen basierend auf komplexen Tonarten und Akkorden. Wem dies noch nicht genügt der kann sich mit der Manipulation des Klanges auf Effektebene nähern, denn auch hier bietet Vocalise unzählige Möglichkeiten: Angefangen von klassischer Soundmodulation wie Verzerrter, LoFi oder Echo bis hin zur Strukturierung der Klangbewegung als solche. Hier werden in grafischer Form Manipulationsmöglichkeiten in der Gestalt einer aufsteigenden Folge, absteigenden Folge, Dreieck, Kamm oder Sinus realisiert wodurch sich nahezu unbegrenzte Klangvariationen realisieren lassen.

In Summe bietet Vocalise über 170 Instrumente in verschiedensten Vocallinien und dies mit einem Datenumfang von ca. 4 GB. Das Ergebnis sind über 170 Instrumente für Kontakt von cinematisch-brachialen bis ätherisch-zarten tonalen Vocallinien und nonverbalen Phraen bis hin zu komplexen Pads mit insgesamt 4GB an Samples. Wie eingangs bereits erwähnt sind zahlreiche Künstler für die Samples gewonnen worden, unter anderem z.B. Siobhan Magnus welche in den Brick Hill Studios, Massachusetts sowie in den Räumen von Heavvyocity selbst aufgenommen wurden. Die Library funktioniert als Stand-Alone, VST, AU, DXi, AAX und RTAS und beinhaltet über 170 NKIs* (20 Complex Pads, 120 Single Pads,16 Sustained und Moving Voll Pads,16 Performance Paletten).

Vocalise selbst ist ausschließlich per Download verfügbar und wird bereits auch schon in der nächsten Hörgeschichten Folge zu hören sein.

10 Fragen an….Julia Bartel

10 Fragen anNachdem uns zuletzt Frank Landschoof Rede und Antwort gestanden hat geht die Runde der Sprecherinterviews weiter mit einer Dame. Sie war zuletzt in der Hörgeschichten Halloween Produktion „Wohin mit dem Stein“ als „Frau“ zu hören, davor bereicherte sie bereits die Fantasy Reihe „Der gewundene Pfad“ in der Episode 2-1: „Schatten am Horizont“ mit ihrer großartigen Interpretation der „Yneera“.

Julia lebt in Bremen und ist im Berufsleben Heilerziehungspflegerin. Im Rahmen dieser Tätigkeit arbeitet mit behinderten Menschen und sagt von sich selbst dass sie etwas ganz „anderes“ macht. Neben ihrer Tätigkeit als Sprecherin betreibt sie Fantasy-Rollenspiele.

Soweit zu der kurzen Vorstellung von Julia als Person – kommen wir nun zu Julia der Sprecherin und erfahren anhand der „berühmten“ 10 Fragen mehr über ihre Arbeit mit Texten und ihrer Stimme.

Wie bist Du zum Sprechen gekommen?

Zum Sprechen und meiner Anmeldung im Hörtalk bin ich durch den Schöpfer von Wayne McLair, Paul Burghardt, gekommen. Ich habe die Fortschritte des Hörspiels auf Facebook verfolgt und mich in den Statusberichten eingebracht und durch seine Motivation habe ich mich dann getraut, der Community beizutreten und mich als Sprecherin zu bewerben. Meine erste Rolle, vor gut einem Jahr, habe ich dann in einem Spiele-Mod. gesprochen und war Stolz wie Oskar.

Was sind Deiner Meinung zufolge die größten Herausforderungen beim Sprechen?

Ich denke, das herstellen von Authentizität, also das Rüberbringen von starken Emotionen, wie Angst, Trauer und Verzweiflung z.B. ist das Schwierigste. Man sitzt ja als Sprecher in seiner Kabine und auf einmal rennt man einem Dieb hinterher, oder brüllt einen faulen Kollegen an, oder erschrickt sich und muss es sich vorstellen, um dabei auch so zu klingen, damit der Hörer es einem auch abnimmt. So etwas muss man üben und immer wieder machen, damit es am Ende auch überzeugend ist.

Wie bereitest Du Dich auf eine Rolle vor?

Zunächst einmal lese ich mir die Szene durch, in der meine Rolle auftritt, meistens frage ich auch den Autor aus, was er sich vorstellt, welche Eigenschaften den Charakter ausmachen und dann lege ich meinst auch schon los. Ich versuche mich in die Rolle rein zu fühlen und mir das Wesen der Rolle wie eine Mütze aufzusetzen, so lange ich aufnehme.

Welche Rollen sprichst Du besonders gerne?

Nun durch meine persönliche Affinität zu Rollenspielen, liegen mir Fantasy-Rollen wie z.B. die Magierin Yneera in „Der Gewundene Pfad- Schatten am Horizont“ weil ich einfach in diese Rolle schon so oft geschlüpft bin oder dunkle, etwas zwielichtige Charaktere, dessen Intention immer so ein bisschen nebelhaft bleibt, das mag ich, daran habe ich Spaß.

Welche Tipps & Tricks hast Du für Neueinsteiger?

Traut euch! Am Anfang ist es nicht immer leicht und die ersten Aufnahmen sind auch bei mir manchmal noch Murks, Versprecher, zugedichtete Wörter, oder ganz einfach eine zu verwaschene Aussprache sind Dinge, die man mit Übung bewältigen kann und wenn man erstmal die Scheu vorm Mikrofon verliert, dann kann man fast alles sein, wenn man genügen Fantasie hat, es sich vorzustellen.

Welches Equipment verwendest Du?

Ich verwende ein Røde NT- 2A mit einem Stativ und ein Presonus Firestudio an dem ein Digimax FS per ADAT dran hängt. Dazu muss ich sagen, dass ich eigentlich nur Spreche, denn Aufnehmen, zurechtschneiden und abmischen tut das mein Freund, der sich mit diesen Sachen auskennt und ohne den ich meine ganzen Projekte nicht verwirklichen könnte.

Was reizt Dich als Sprecher an der Hörgeschichten Produktion?

Die Vielseitigkeit und die Zusammenarbeit mit dem Autor. Von den Rollen die ich bisher gesprochen haben, hat kaum einer der Autoren soviel positives und vor allem motivierendes Feedback gegeben. Und das sage ich nicht, weil ich wieder eine Rolle sprechen möchte, sondern weil ich die Art, wie er mit mir als Sprecherin arbeitet, spricht und umgeht einfach sehr schätze.

Mann sollte Hörgeschichten hören, weil….?

..einen das Genre interessiert, weil man es liebt, wenn jemand einem eine Geschichte vorliest oder weil man einfach Spaß an Geschichten im allgemeinen hat.

Was macht für Dich eine gute Geschichte aus?

Eine gute Geschichte fesselt mich, bis zum letzten Moment. Sie ist so spannend, dass ich mich bin zum Ende interessiert, wie es ausgeht, wer gewinnt und ob mein Held es schafft.

Wer ist im Bezug auf das Sprechen Dein Vorbild?

Ist es schlimm, wenn ich keines habe ? Ich habe das Sprechen bisher immer als mein Hobby betrachtet und somit war es immer meins, und ich gebe mein Bestes und hab Spaß daran. Ich werde nicht so gut wie die professionelle Sprecherin Frau „Xy“ sein, aber da ich das nichtkommerziell mache, brauche ich nur mir und dem Autor zu genügen.

Vielen Dank für das kurzweilige und interessante Interview. Ich bin mir sicher wir werden in der Zukunft noch viel von Julia zu hören bekommen. Und Gerüchte halber bastelt sie auch an einem eigenen Text der dereinst einmal vertont werden wird. Es bleibt also weiterhin spannend um sie.

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