Produktionsnotizen

To be Halloween or not to be Halloween?

Wie der geneigte Leser und/oder Zuhörer mitbekommen hat ist hier zu Halloween…..nichts passiert. Über das für und wieder und das warum will ich nicht weiter ausschweifen, wer Interesse an Hintergründen hat kann gerne einmal hier nachlesen/nachhören. Ich will an dieser Stelle auch keine Nostalgie betreiben sondern viel mehr den Blick nach vorne richten.

Wenn alles gut geht werde ich drei Räder parallel drehen und es kommen in nicht zu ferner Zukunft – zumindest in Hörgeschichten Maßstäben – drei Produktionen auf einmal heraus.

Was steht also an?


A) Die Kooperationsgeschichte mit Silbersurfers Kosmos

Es wird in jedem Fall eine Kooperationsgeschichte geben – nur eben nicht zu Halloween. Wir haben uns selbst ein ehrgeiziges Ziel gesetzt und werden alles geben um dieses zu erreichen. Somit kann ich heute schon sagen: Das neue XXL Kooperationshörspiel wird Anfang 2017 erscheinen.Und ja, es wird 2017 wieder ein waschechtes Halloweenhörspiel geben was auch brav am 31.10. erscheinen wird.


B) Anfrage von der Geschichtenkapsel

Die Mädels und Jungs von der Geschichtenkapsel kamen auf mich zu und habe mich gefragt, ob ich nicht Lust habe ihren „Jahres-End-Kalender“ mit zu bestreiten. Lust habe ich mal so richtig, daher werde ich mich hier ins Zeug legen und etwas kleines zurechtbasteln was dann bei der Geschichtenkapsel erscheinen wird.


c) Der gewundene Pfad 2-8

Selbstredend geht auch „Der gewundene Pfad 2“ weiter. Das Skript war sehr, sehr schwierig da diese Episode für die Geschichte einen sehr hohen Stellenwert genießt. Ich bin aber auf einem guten Weg und bin optimistisch dass es Anfang des neuen Jahres „Der gewundene Pfad 2-8: Die Flamme des Lebens“ erscheinen wird.

In Summe also viel Aktivität, davon sehr, sehr vieles hinter den Kulissen. Dazu gibt es auch von der Scoring Stage Neuigkeiten zu vermelden welche ich aber in einem separaten Artikel behandeln will.

Hörgeschichten offline?

Ich wurde in letzter Zeit öfters gefragt inwiefern man sich die Folgen von Hörgeschichten auch offline anhören bzw. herunterladen kann.

Um es kurz zu machen: Die gute Nachricht ist – JA, das geht!

Ich habe und werde auch künftig keine Audiodateien zum freien Download anbieten. Bevor nun die große Trauer ausbricht – erst einmal abwarten, denn es gibt eine ziemlich geniale Lösung die auch sehr funktional ist.

Wie schon seit eh und je geschrieben ist „Hörgeschichten – das Hörspiellabel im Podcastformat“. Und darin liegt der Clou: Mit jedem Podcatcher kannst Du Dir somit „Hörgeschichten“ als MP3 auf Dein Smartphone herunterladen können.

Was ist ein Podcast? Ich denke hierzu wurde schon viel geschrieben, somit schaue doch einfach mal was Wikipedia dazu sagt. Daher wende ich mich den drei Dingen zu die Du brauchst, um „Hörgeschichten offline zu hören“:

 

1) Einen Podcatcher

Technisch will ich gar nicht darauf eingehen wie ein Podcatcher funktioniert und was genau er tut. In einfachen Worten: Er fragt den Server von z.B. Hörgeschichten regelmäßig ab ob es eine neue Folge gibt und lädt diese dann zum Offline Hören (sofern so eingestellt, es gibt auch Varianten bei denen man Streamen kann) herunter.  Anbei nun eine kurze beispielhafte Auflistung von Podcatchern für die iOS, Android und Windows Phone*:

 

iOS Android Windows
Instacast Pocket Cast  Podcast Lounge
Overcast Upod  PODCASTS!
Castro Antenna Pod  Podcast Picker
Downcast Dogg Catcher  Grover Podcast

Die jeweiligen Programme sind bereits im Betriebsystem installiert (wie z.B. „Podcast“ bei iOS) oder im Apple App Store / GooglePlay Store / Microsoft Store zu finden.

*Wer einen weiteren empfehlenswerten Podcatcher kennt oder einen der gelisteten Polcatcher für Diafunktional hält kann dies gerne in den Kommentaren kund tun!
 

2) Den RSS Feed

Nun musst Du Du lediglich dem Programm noch mitteilen was es für Dich finden soll. Oftmals gibt es eine Suchmaske in die Du dann „Hörgeschichten“ eingibst. Manchmal wirst Du auch aufgefordert einen sogenannten „RSS Feed“ einzugeben.

Der RSS Feed von Hörgeschichten lautet: „http://them.podcaster.de/hoergeschichten.rss“ solltest Du ihn verlieren, Du findest die Angabe auch oben rechts im Seitenmenü dieser Seite unter „Hörgeschichten erleben“.

 

3) Abspielen

Solltest Du alles richtig gemacht haben bietet sich Dir ein Bild was diesem ähnlich sehen dürfte – et voilà, Du hast „Hörgeschichten offline“ verfügbar! 😀

Hörgeschichten angezeigt von einem Polcatcher

 

Der gewundene Pfad 2-7 – Quo vadis?

Es hat in letzter Zeit einige Rückfragen gegeben warum es nun hier und insbesondere auf dem Feed recht ruhig geworden ist. „Hat er aufgehört?“ „Ist etwas passiert?“ „Hat er keine Lust mehr?“ und viele Fragen ähnlicher Natur. Die simple Antwort: Nichts davon.

Leider war diese Folge von einigen Stolpersteinen begleitete, unter anderem war ich auch gezwungen einen der Sprecher mitten in der laufenden Produktion zu wechseln (siehe auch Twitter). Dies waren einige Mühen welches es definitiv zu überwinden galt haben ordentlich Zeit und zum Teil auch Energie gekostet.

Kommen wir aber nun zum positiven Teil dieser Produktionsnotiz: Es geht weiter! Und das mit sehr viel Schub, da die letzten Hindernisse aus dem Weg geräumt sind und nun die finalen Arbeiten zur Fertigstellung im Gang sind. Mit ein wenig Optimismus behaupte ich mutig, dass „Der gewundene Pfad 2-7: Die Hunde des Krieges“ Anfang August online gehen wird. Drückt mir und der Produktion die Daumen dass sich nicht weitere Falltüren unterwegs auftun, aber davon gehe ich jetzt einfach mal nicht aus. Daher in diesem Sinne: Wir hören uns!

Böhmische Klänge

Ich habe ja schon mal hier und da und dort gelegentlich über die musikalischen Elemente für die Hörgeschichtenproduktionen schrieb, so werde ich wohl in dieser Hinsicht nie fertig werden (befürchte ich). Es gibt so viele zahlreiche Möglichkeiten sein Klangspektrum zu erweitern und abzurunden und dieses mal habe ich ein besonderes Kleinod entdeckt: Die Bibliothek „Bohemian Violin“ von Virharmonic.

Bohemian Violin

Was das soll eine einzelne Violine als separate Bibliothek zu erwerben – vor allem da viele Standard Libaries bereits zumindest ein String Ensemble bieten – werde ich später darlegen. Fangen wir mit den rein technischen Daten an: Es handelt sich um ein 3,4 GB großes Datenpaket welches aus 10894 Samples in 96kHz – 24bit besteht. Es lässt sich von VST, AU, AAX Samplern ansprechen, bevorzugt allerdings die kostenlose UVI Workstation in der eine nahtlose Integration wahrhaftig gelungen ist.

Was einem förmlich ins Ohr springt sind die exzellenten Dynamiken und Spielfreude dieser Violine. Ein bezauberndes true Legato lässt diese Klänge der böhmischen Violine förmlich schwerelos über dem Sound schweben und kristallklare Frequenzen emittieren. Das Instrument reagiert sehr natürlich auf die Ansprache über die Minibefehle und ist doch angenehm flexibel und lebhaft. Bogendynamiken sind ebenso selbstverständlich wie unterschiedliche Spielarten wie z.B. Pizzicato. Weiterer erfreulicher Pluspunkt: Das Instrument entfaltet bereits „out of the box“ einen satten, überzeugenden Klang ohne dass lange Einstellungssitzungen notwendig sind. Sicher, es gibt noch einige Punkt welche die Violine aktuell noch nicht darstellen kann, aber dazu gleich mehr. Positiv ist auch dass der „Katzenjammer Effekt“ wie ihn sich mitunter sogar große Sample Anbieter leisten, vollständig unterbleibt und die Violine sich selbst treu bleiben kann.

Zum guten Schluss bin ich noch auf die drei Erweiterungen gespannt, welche Virharmonic der Violine in 2016 spendieren will. Der besondere Clou ist hier, dass aktuelle Käufer diese kostenlos nachgeliefert bekommen. Somit entfällt der fade Beigeschmack eines Gedanken in der Richtung „Hätte ich mal gewartet.“ Ein sehr fairer Schachzug welcher (leider) nicht immer selbstverständlich ist. Hinzu kommt ein durchaus angemessener und akzeptabler Preis.

Worte sind noch eingängiger, wenn man sie um Klänge ergänzt. Daher habe ich ein ganz Miniatur und einfaches Demo gespielt welches die Fähigkeiten der Violine vorstellt.

Einziger Wermutstropfen nach den Lobgesängen ist der recht aufwändige Registirerungs- und Rechtsverwaltung über iLok – dies ist nicht wirklich notwendig und wird von anderen Anbietern wesentlich unkomplizierter gelöst. Aber dies sollte trotzdem niemanden abhalten, diese großartige Bibliothek zu erwerben. Darüberhinaus werde ich Virharmonic weiterhin intensiv beobachten, denn hier ist nach dem furiosen Start noch mehr zu erwarten. Ich bin gespannt.

10 Fragen an…Jan Langer

10 Fragen anNachdem uns in der letzten Folge der Sprecherinterviews Werner Wilkening Rede und Antwort gestanden hat ist nun die Reihe an Jan Langer. Eifrige Zuhörer von Hörgeschichten kennen ihn bereits durch seine Rolle des „Vatur“ in „Der gewundene Pfad 2-3:“Licht und Schatten“ sowie zuletzt in der Halloween Produktion: „Der 13. Stock„.

Bevor wir uns den eigentlichen Fragen stellen will ich doch die Gelegenheit nicht verpassen Jan als Person kurz vorzustellen: Aktuell ist er 37 Jahre jung, kommt aus Nürnberg und hat eine 4-jährige Tochter. Mittlerweile arbeitet er als  Sprecher im Synchron-, Hörspiel- und Hörbuchbereich, doch dazu später noch mehr. Er sagt von sich selbst dass sein größtes Hobby der Eishockeysport wäre, allerdings nur als Fan und Zuschauer (Lieblingsverein: Nürnberg Ice Tigers was angesichts des Wohnortes wohl auch nicht weiter erstaunlich ist). Wenn es seine knappe Zeit dann noch zulässt schreibt er als Autor an Hörspielskripten, wir dürfen also gespannt sein mit welchen Geschichten uns Jan in Zukunft noch die Zeit versüßen wird.

Jan Langer

Doch nun zu den 10 Fragen, mit denen wir Jan als Sprecher und auch als Person noch weiter im Detail kennenlernen dürfen.

Wie bist Du zum Sprechen gekommen?

Den „Traum“ als Sprecher zu arbeiten, hatte ich bereits vor einigen Jahren aber es hat sich aus privaten und beruflichen Gründen immer wieder zerschlagen. Im Sommer 2015 hab ich mich dann spontan bei einem Synchronstudio beworben und man gab mir die Chance in einer bekannten Anime-Serie mitzusprechen…das war für mich der eigentliche Start als professioneller Sprecher. Seitdem sind auch weitere Produktionen im Synchron-, Hörbuch- und Hörspielbereich dazugekommen.

Was sind Deiner Meinung zufolge die größten Herausforderungen beim Sprechen?

Sich auf die jeweilige Rolle vorzubereiten, empfinde ich jedes Mal aufs Neue als eine große Herausforderung aber das ist es auch, was diesen Beruf so interessant macht.

Wie bereitest Du Dich auf eine Rolle vor?

Das kommt immer ganz darauf an. Auf ein Hörspiel oder Hörbuch kann man sich relativ lange vorbereiten, da die Skripte oft schon einige Wochen vor den Aufnahmen verschickt werden. Bei Synchronaufnahmen siehst Du deinen Text oft erst 2 Minuten vorher.

Welche Rollen sprichst Du besonders gerne?

Also Trickstimmen gehören aktuell sicherlich zu meinen Favoriten aber ansonsten spreche ich alle Rollen sehr gerne.

Welche Tipps & Tricks hast Du für Neueinsteiger?

Ich zähle mich ja selbst noch zu den Newcomern aber ganz wichtig ist, dass man immer an sich glaubt und niemals aufgibt, auch wenn mal öfter für Rollen abgelehnt wird.

Welches Equipment verwendest Du?

Bisher habe ich das Mikrofon Zoom H2N genutzt aber mittlerweile habe ich auch die Möglichkeit im Studio eines Freundes aufzunehmen.

Was reizt Dich als Sprecher an der Hörgeschichten Produktion?

Die originellen Geschichten und der sehr sympathische Umgang mit uns Sprechern.

Mann sollte Hörgeschichten hören, weil….?

… weil Martin Schwindt einfach tolle Hörspiele produziert! 🙂

Was macht für Dich eine gute Geschichte aus?

Sie muss mich dazu bringen, bis zum Schluss mit Interesse zuzuhören. Dann war es für mich eine gute Geschichte!

Wer ist im Bezug auf das Sprechen Dein Vorbild?

Jede Stimme ist auf Ihre Art besonders, daher möchte ich hier niemanden hervorheben.

Ganz herzlichen Dank für dieses kurzweilige Interview und Dir weiterhin viel Erfolg bei Deiner Tätigkeit als Sprecher. Wer ihn übrigens mal in einer richtig großen kommerziellen Produktion lange und ausführlich konsumieren will, der höre doch mal in „Take a Chance – Begehrt (Rosemary Beach 7)“ hinein. Ich selbst freue mich darauf, auch in Zukunft einige spannende Projekte mit ihm realisieren zu können.

10 Fragen an….Werner Wilkening

10 Fragen anDie letzte Runde „10 Fragen an….“ hat sich uns Julia Bartel einen Einblick in Ihre Tätigkeit gegeben. Die Sprecherinterviews gehen weiter, dieses mal mit einer Stimme die keine Unbekannte ist. Neben den Hörgeschichtenproduktionen „DgP1-12:Endspiel“ wo er als Dorfältester „Telf“ aktiv war, als Erzähler bei der jüngsten Halloween Produktion „Wohin mit dem Stein“ sowie in der Episode 4 der 2. Staffel von „Der gewundene Pfad“ als Stadtoberhaupt „Vigor“ hört man seine Stimme in zahlreichen anderen Hörspielen und auch im Fernsehen hat er seine Auftritte.

Wir wollen an dieser Stelle gar nicht so viel vorweg nehmen, immerhin erzählt Werner unten noch eine ganze Menge über seinen Werdegang. Nur soviel sei an dieser Stelle verraten: Er hat ursprünglich das II. Staatexamen aufs Lehramt. Darüber hinaus  ein Personenbefördrungsschein 3. Klasse, Tätigkeiten als Spediteuer, Elektiker und Tischbauer. Interessen und Hobbys – Literatur, Kunst, Philosophie, Geschichte, Musik und Segeln.

Doch nun zu den 10 Fragen, mit denen wir Werner als Sprecher und auch als Person noch weiter kennenlernen dürfen.

Wie bist Du zum Sprechen gekommen?

… was wär‘ mir anderes übrig geblieben, als das Sprechen zu lernen? Man musste eben. Sonst hätte mich doch keiner verstanden. Also: Auf die Bühne – fertig – los. Da musste man sich einfach verständlich machen, auch wenn einem manchmal die Worte fehlten. Kurz: habe 25 Jahre Theater gespielt, angefangen mit kleinen, selbstgeschrieben oder improvisierten Texten bis hin zu den Klassikern des Absurden (Becket; Büchner; Rimbaut) als Piratenchef in einer Stuntshow, als Märchenerzähler auf dem Marktplatz oder als fahrender Sänger&Vagant aus dem Mittelalter. Nebenbei noch paar kleinere TV-Rollen, nicht so wichtig. Schließlich, mir ein Mikro besorgt (19,95 DM aus dem Kaufhaus) und Kassetten besprochen, mit Gedichten oder kurzen Prosatexten, die mir so in die Hand fielen. Bald kamen Leute von einem Internet Radio (Oh!) und da lernte ich Reportage, An&Absage, Kommentar und Schnitt. Nebenbei mein 1. Hörbuch („Die 13 ½ Leben des Käpten Blaubär – 706 Seiten) eingesprochen, dem bis jetzt an die 25 weitere gefolgt sind. Zufällig entdeckte ich dann – mit Absicht – das HoerspielProjekt.de und da bin ich mittlerweile einer der Stammsprecher: über 500 HoerSpiel-Rollen stehn inzwischen auf meinem HoerSpielKonto, allerdings, ohne das viel auf meinem Konto gelandet wäre. Das wird sich hoffentlich bald ändern!

Was sind Deiner Meinung zufolge die größten Herausforderungen beim Sprechen?

Die geschriebene Sprache zum Leben erwecken: nicht vorlesen, sondern vorsprechen:
„Das Verständlichste an der Sprache ist nicht das Wort selber,sondern Ton, Stärke, Modulation, Tempo, mit denen eine Reihe von Wörtern gesprochen wird, kurz, die Musik hinter den Worten, die Leidenschaft hinter dieser Musik, die Person hinter dieser Leidenschaft: Alles das also, was nicht geschrieben werden kann.“ (Friedrich Nietzsche) – Besser hätte ich es gerade auch nicht sagen können.

Wie bereitest Du Dich auf eine Rolle vor?

… den Text so lange sprechen, bis mir meine Figur vorm inneren Auge erscheint. Die betonten Stellen markieren. Sätze gliedern. Luft holen. Verschiedene Stimmlagen probieren. Sprechen, bis es passt. Noch mehr: ins Gegenüber hineinversetzen, dialogisch fragen – dialogisch antworten. Nicht zuletzt, das ganze Stück querlesen – Handlung, Charakter, Stil des Hoerspiels oder -Buchs erfassen und in sich aufnehmen. Und: Aufnahme läuft.

Welche Rollen sprichst Du besonders gerne?

… immer die, die ich gerade spreche. Das reicht vom Schurken mit der freundlichen Stimme bis zum Guten Opa, der gern Märchen erzählt. Aber durchaus auch „Ernstes“, wenn auch mit einem Augenzwinker.

Welche Tipps & Tricks hast Du für Neueinsteiger?

… üben, üben üben! (die Antwort eines Berliner Taxifahrers auf die Frage: „… wie komm ich denn zur Philharmonie?“) Klar, es gibt Kurse, es gibt Sprechakademien, es gibt Aussprache Lexika, auch in verschiedenen Foren findet man Hinweise. Am besten ist, wenn Ihr Euch einen Sprecher oder eine Sprecherin oder zwei Eurer Wahl raus sucht, nicht unbedingt immitieren – aber herausfinden, wie die Profis so ihr Sprechhandwerkzeug hand haben: Betonung, Pausen, Wechsel der Sprechmelodie, Stimmansatz etc.. Klauen! – sag ich immer, nicht kopieren: Deine eigene Spreche suchen und finden.

Welches Equipment verwendest Du?

Mikro: SE X 1 (Sound Engineer)- super Design und echt günstig); einen Soundcraft-Mixer; bzw. DI-Port – nicht mehr das Neueste; SoundForge – uralt, but it works groß artig; Workstation – läuft immer noch auf „XP“ – aber läuft … klaglos&zuverlässig. Kabine: viel Akustik-Schaum und viel Molton im ganzen Raum verteilt – fast schalltot.

Was reizt Dich als Sprecher an der Hörgeschichten Produktion?

… jenun: mich reizen immer Hörgeschichten, wenn sie intelligent, unterhaltsam geschrieben sind. Und die Hörgeschichten gehören dazu!

Mann sollte Hörgeschichten hören, weil….?

… weil es immer wieder spannend und voll Überraschungen steckt. Eine wunde’bare Phantasie-Reise!

Was macht für Dich eine gute Geschichte aus?

Eine schön verwickelte Story – und mit einer guten Portion Phantasik, Mysterie, Sex und Humor.!

Wer ist im Bezug auf das Sprechen Dein Vorbild?

… viele, viele: C. Brückner z.B., aber auch Hans Paetsch, Peter Schiff, Till Hagen, der großartige Helmut Krauss, auch der sonorige Otto Sander, der unglaubliche Harry Rowolt, Santiago Ziesmer, der Clown, Rolf & Christian Schult – noch wen vergessen? – ja, mICH!

Prima, vielen Dank für dieses echt spannende und vielseitige Interview. Ich muss an dieser Stelle sicher nicht spekulieren denn wer will findet zahlreiche Hörspiele in denen Werner bereits aktiv ist – und weitere werden folgen, ganz sicher auch bei den Hörgeschichten nochmals. Wer noch mehr „ins Detail gehen“ will der kann hier stöbern gehen:

Und wie es singt…

Vocalise

Seit geraumer Zeit beherberge ich eine weitere Library bei mir: Die unglaubliche „Vocalise“ aus der Schmiede „Heavyocity“ welche bereits mehrfach mit einer Auszeichnung versehen wurde. Nun mag man stutzig werden warum denn noch eine weitere Bibliothek mit Gesang-Samples hinzugekommen ist, aber dies klärt sich relativ schnell auf.

Vocalise ist das zweite Expansion Set (erster Teil war die „Natural Forces“ Bibliothek) der „Gravity“ Serie von Heavyocity und verwendet auch die hier implementierte Engine. Es ist aber völlig eigenständig und kann davon unabhängig erworben und betrieben werden, d.h. jeder gängige Sampler (bei mir ist es aktuell KONTAKT 5) akzeptiert die Installation. Kaum ist dies geschehen wird man von einem grafisch äußerst beeindruckenden Interface begrüßt, welche nahezu jede Einstellmöglichkeit bietet.

Doch was genau ist nun Vocalise? Wie auch schon die Gravity Serie als solche ist es eine komplexe Systematik zur Klangmanipulation welche einen vollen, räumlichen und vor allem auch sphärischen Sound ergeben. Und genau dies ist es, was Vocalise ausmacht. Im Vergleich zu z.B. Cinesamples VOXOS ist Vocalise ein Flächeninstrument welches sich weniger dem individuellen Stimmklang zuwendet als vielmehr der Gestaltung von Soundatmosphären. Dies geschieht auf mannigfaltige Art und weise. Zum einen beinhalten es unterschiedliche Sänger welche verschiedene Klangspektren in unterschiedlichen Stilen abbilden. Darüber hinaus werden diese Stimmen in verschiedensten Clustern dargestellt: Von einfachen Phrasierungen bis hin zu komplexen, mulititonalen Flächen basierend auf komplexen Tonarten und Akkorden. Wem dies noch nicht genügt der kann sich mit der Manipulation des Klanges auf Effektebene nähern, denn auch hier bietet Vocalise unzählige Möglichkeiten: Angefangen von klassischer Soundmodulation wie Verzerrter, LoFi oder Echo bis hin zur Strukturierung der Klangbewegung als solche. Hier werden in grafischer Form Manipulationsmöglichkeiten in der Gestalt einer aufsteigenden Folge, absteigenden Folge, Dreieck, Kamm oder Sinus realisiert wodurch sich nahezu unbegrenzte Klangvariationen realisieren lassen.

In Summe bietet Vocalise über 170 Instrumente in verschiedensten Vocallinien und dies mit einem Datenumfang von ca. 4 GB. Das Ergebnis sind über 170 Instrumente für Kontakt von cinematisch-brachialen bis ätherisch-zarten tonalen Vocallinien und nonverbalen Phraen bis hin zu komplexen Pads mit insgesamt 4GB an Samples. Wie eingangs bereits erwähnt sind zahlreiche Künstler für die Samples gewonnen worden, unter anderem z.B. Siobhan Magnus welche in den Brick Hill Studios, Massachusetts sowie in den Räumen von Heavvyocity selbst aufgenommen wurden. Die Library funktioniert als Stand-Alone, VST, AU, DXi, AAX und RTAS und beinhaltet über 170 NKIs* (20 Complex Pads, 120 Single Pads,16 Sustained und Moving Voll Pads,16 Performance Paletten).

Vocalise selbst ist ausschließlich per Download verfügbar und wird bereits auch schon in der nächsten Hörgeschichten Folge zu hören sein.

10 Fragen an….Julia Bartel

10 Fragen anNachdem uns zuletzt Frank Landschoof Rede und Antwort gestanden hat geht die Runde der Sprecherinterviews weiter mit einer Dame. Sie war zuletzt in der Hörgeschichten Halloween Produktion „Wohin mit dem Stein“ als „Frau“ zu hören, davor bereicherte sie bereits die Fantasy Reihe „Der gewundene Pfad“ in der Episode 2-1: „Schatten am Horizont“ mit ihrer großartigen Interpretation der „Yneera“.

Julia lebt in Bremen und ist im Berufsleben Heilerziehungspflegerin. Im Rahmen dieser Tätigkeit arbeitet mit behinderten Menschen und sagt von sich selbst dass sie etwas ganz „anderes“ macht. Neben ihrer Tätigkeit als Sprecherin betreibt sie Fantasy-Rollenspiele.

Soweit zu der kurzen Vorstellung von Julia als Person – kommen wir nun zu Julia der Sprecherin und erfahren anhand der „berühmten“ 10 Fragen mehr über ihre Arbeit mit Texten und ihrer Stimme.

Wie bist Du zum Sprechen gekommen?

Zum Sprechen und meiner Anmeldung im Hörtalk bin ich durch den Schöpfer von Wayne McLair, Paul Burghardt, gekommen. Ich habe die Fortschritte des Hörspiels auf Facebook verfolgt und mich in den Statusberichten eingebracht und durch seine Motivation habe ich mich dann getraut, der Community beizutreten und mich als Sprecherin zu bewerben. Meine erste Rolle, vor gut einem Jahr, habe ich dann in einem Spiele-Mod. gesprochen und war Stolz wie Oskar.

Was sind Deiner Meinung zufolge die größten Herausforderungen beim Sprechen?

Ich denke, das herstellen von Authentizität, also das Rüberbringen von starken Emotionen, wie Angst, Trauer und Verzweiflung z.B. ist das Schwierigste. Man sitzt ja als Sprecher in seiner Kabine und auf einmal rennt man einem Dieb hinterher, oder brüllt einen faulen Kollegen an, oder erschrickt sich und muss es sich vorstellen, um dabei auch so zu klingen, damit der Hörer es einem auch abnimmt. So etwas muss man üben und immer wieder machen, damit es am Ende auch überzeugend ist.

Wie bereitest Du Dich auf eine Rolle vor?

Zunächst einmal lese ich mir die Szene durch, in der meine Rolle auftritt, meistens frage ich auch den Autor aus, was er sich vorstellt, welche Eigenschaften den Charakter ausmachen und dann lege ich meinst auch schon los. Ich versuche mich in die Rolle rein zu fühlen und mir das Wesen der Rolle wie eine Mütze aufzusetzen, so lange ich aufnehme.

Welche Rollen sprichst Du besonders gerne?

Nun durch meine persönliche Affinität zu Rollenspielen, liegen mir Fantasy-Rollen wie z.B. die Magierin Yneera in „Der Gewundene Pfad- Schatten am Horizont“ weil ich einfach in diese Rolle schon so oft geschlüpft bin oder dunkle, etwas zwielichtige Charaktere, dessen Intention immer so ein bisschen nebelhaft bleibt, das mag ich, daran habe ich Spaß.

Welche Tipps & Tricks hast Du für Neueinsteiger?

Traut euch! Am Anfang ist es nicht immer leicht und die ersten Aufnahmen sind auch bei mir manchmal noch Murks, Versprecher, zugedichtete Wörter, oder ganz einfach eine zu verwaschene Aussprache sind Dinge, die man mit Übung bewältigen kann und wenn man erstmal die Scheu vorm Mikrofon verliert, dann kann man fast alles sein, wenn man genügen Fantasie hat, es sich vorzustellen.

Welches Equipment verwendest Du?

Ich verwende ein Røde NT- 2A mit einem Stativ und ein Presonus Firestudio an dem ein Digimax FS per ADAT dran hängt. Dazu muss ich sagen, dass ich eigentlich nur Spreche, denn Aufnehmen, zurechtschneiden und abmischen tut das mein Freund, der sich mit diesen Sachen auskennt und ohne den ich meine ganzen Projekte nicht verwirklichen könnte.

Was reizt Dich als Sprecher an der Hörgeschichten Produktion?

Die Vielseitigkeit und die Zusammenarbeit mit dem Autor. Von den Rollen die ich bisher gesprochen haben, hat kaum einer der Autoren soviel positives und vor allem motivierendes Feedback gegeben. Und das sage ich nicht, weil ich wieder eine Rolle sprechen möchte, sondern weil ich die Art, wie er mit mir als Sprecherin arbeitet, spricht und umgeht einfach sehr schätze.

Mann sollte Hörgeschichten hören, weil….?

..einen das Genre interessiert, weil man es liebt, wenn jemand einem eine Geschichte vorliest oder weil man einfach Spaß an Geschichten im allgemeinen hat.

Was macht für Dich eine gute Geschichte aus?

Eine gute Geschichte fesselt mich, bis zum letzten Moment. Sie ist so spannend, dass ich mich bin zum Ende interessiert, wie es ausgeht, wer gewinnt und ob mein Held es schafft.

Wer ist im Bezug auf das Sprechen Dein Vorbild?

Ist es schlimm, wenn ich keines habe ? Ich habe das Sprechen bisher immer als mein Hobby betrachtet und somit war es immer meins, und ich gebe mein Bestes und hab Spaß daran. Ich werde nicht so gut wie die professionelle Sprecherin Frau „Xy“ sein, aber da ich das nichtkommerziell mache, brauche ich nur mir und dem Autor zu genügen.

Vielen Dank für das kurzweilige und interessante Interview. Ich bin mir sicher wir werden in der Zukunft noch viel von Julia zu hören bekommen. Und Gerüchte halber bastelt sie auch an einem eigenen Text der dereinst einmal vertont werden wird. Es bleibt also weiterhin spannend um sie.

Die Macht der Stimme

„Der Klang der Stimme verrät den Zustand der Seele.“ (Helmut Glas). Und somit ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass es eben genau die Stimme ist,  auf die es bei einem Hörspiel ankommt. Die Stimme ist das, was einer Figur das Leben einhaucht, sie lebendig erscheinen lässt und zu dem macht, was man als Zuhörer wahrnimmt. Alles, was die Figur ausmacht, sie plastisch erscheinen lässt, ein Klangbild im Kopf entstehen lässt, all‘ das wird mit der Stimme erzeugt.

Und genau dies ist auch der Grund, warum für Hörgeschichten eine Sprechprobe eingefordert wird. Da ich in der Vergangenheit nun schon öfters zu den Hintergründen einer solchen Stimmprobe sowie der Art und Weise, wie ich Rollen besetze befragt wurde will ich hier die Gelegenheit nutzen und mich den verschiedenen Punkten nähern.

 

Warum eine Stimmprobe?

Das mag auf den ersten Blick wie eine Schikane klingen, eine Einstiegshürde um die Leute zu vergraulen. Dies ist genau so, erwischt! sicher nicht die Intention. Wie jeder Hörspielproduzent freue auch ich mich, neue Stimmen kennenzulernen und mein Hörspiel mit einer möglichst großen Vielfalt zu bereichern. Und damit sind wir schon beim Kern der ganzen Angelegenheit angekommen: Stimmen sind unterschiedlich! Daher ist es um so wichtig die Stimme kennenzulernen, zu verstehen zu was sie in der Lage ist, was sie eben nicht kann um eine Idee zu kriegen für welche Art Rollen sie möglicherweise in Frage kommt. Hinzu kommt, dass nicht jeder Charaktertyp allen Menschen gleich liegt. Auch das – wie die Stimme selbst – ganz wertungsfrei. Sowohl der Sprecher/die Sprecherin wird wenig Freude daran haben eine Rolle zu spielen, welche ihm/ihr weniger liegt als auch dass es meiner Produktion gut tun würde, eine Rolle zu besetzten bei der man förmlich hört, dass die betreffende Person förmlich Klimmzüge machen muss um die Rolle gänzlich auszufüllen.

Somit dient die Sprechprobe in Summe genau zwei Dingen: Um die Stimme möglichst in ihrem ganzen Spektrum kennenzulernen und genau die Rolle zu finden, mit der sowohl SprecherIn als auch Produzent zufrieden sind.

 

Wie findet die Rollenauswahl bei Hörgeschichten statt?

Ja, das berühmte „Mysterium“ der Besetzung. Keiner weiß so wirklich woher es kommt und plötzlich ist es da. Dann hat man eine Rolle und freut sich wie verrückt oder man hat eine Ablehnung. „Blöder A……., dann weißt Du eben nicht, was Dir entgeht!“ mag es einem im Frust durch den Kopf schießen. Und damit will ich bei dem ersten wichtigen Punkt anfangen:

  • Nur weil es dieses mal mit einer Rolle bei „Hörgeschichten“ nicht geklappt hat, bedeutet dies noch lange nicht, dass Du nun ein für alle mal „raus“ bist. Im Gegenteil: Interessante Stimmen landen alle bei mir in der „Sprecherkartei“ und einige Rollen besetze ich auch mal ganz gerne ohne sie auszuschreiben (dies ist übrigens bei den Halloween Produktionen ausschließlich so!). Darüber hinaus ist es keine generelle Ablehnung, sonder es hat eben nur genau für diese Folge nicht geklappt – womit ich Dich ausdrücklich ermutigen will, es beim nächsten Mal wieder zu probieren.
  • Da die Texte aus meiner Feder kommen, entwickele ich oftmals bereits beim Schreiben ein Gespür dafür, wie eine Figur aussehen soll bzw. wie sie sich möglicherweise geben könnte – womit bereits die ersten Auswahlkriterien gelegt werden. Dies geschieht mit unter recht unbewusst, spielt aber sicher mit hinein.
  • Es gibt Kriterien, welche eine Figur erfüllen muss. Das banalste: Ihr Geschlecht. Will heißen: Wenn beispielsweise nur Frauenrollen verfügbar sind, werde ich keine männlichen Bewerber berücksichtigen. Dann kommen weitere Kriterien, welche auch die Handlungsspielräume vergrößern: Alter beispielsweise läuft in gewissem Maße mit dem Stimmalter einher, aber es gibt hier und da Überschneidungen die genutzt werden können.
  • Als vorletzten Punkt kommen wir noch zu der Figur selbst und der Art wie sie sich gibt: Ist sie lebhaft? Oder doch eher schüchtern? Hat sie ein forsches Auftreten („Wenn ich einen Raum betrete wird es dunkel!!“) oder eher zaghaft? Neigt sie zu Wutanfällen……? Hier spielt dann erneut die Sprechprobe rein, denn dem/der SprecherIn muss es liegen einen solchen Charakter zu spielen.
  • Der letzte Punkt: Verfügbarkeit und Realisierungsmöglichkeiten. Es technische Bedingungen die ein Sprecher/eine Sprecherin mitbringen muss. Und ganz Banal: Die betreffende Person muss in dem vorgegebenen Zeitraum auch überhaupt verfügbar sein.

In Summe also eine ganze Menge an Dingen, die in die Auswahl hineinspielen und somit den Auswahlprozess eben nicht als „Aha, die Stimme ist voll super, die nehme ich jetzt mal“ gestaltet. Es ist vielmehr die Summe der zig Entscheidungen, welche zu einem hoffentlich stimmigen Gesamtergebnis führen.

 

In Summe hoffe ich dass der Artikel Dich nicht abgeschreckt sondern eher ermutigt hat, Dich bei Hörgeschichten zu melden. Und wenn Dir das Sprechen nicht liegen sollte: Es gibt noch zahlreiche weitere Möglichkeiten, dieses nichtkommerzielle Projekt zu unterstützen. Ich freue mich auf Dich!

Hörgeschichten spricht

In der letzten Hörgeschichten Folge hat man sie bereits in Reinform gehört und ihr Einsatz wird auch sicher in vielen weiteren Soundtracks aus meiner Feder zu hören sein. Cinesamples „Voxos Eric Choirs“ ist der jüngste Neuzugang meiner virtuellen Instrumente. Wobei der Begriff „Instrument“ hier absolut falsch ist, da es sich um gesampelte Stimmen handelt.

Cinesamples VOXOS

Die Grafik zeigt es schon: Neben den normalen Oktav- und Chord Pattern gibt es den legendären „Phrase Builder“. Was verbirgt sich dahinter? Die Stimmen singen eben nicht nur „Uuuuuuuhhhh“ oder „Aaaaaah“ was andere virtuelle Chöre (wie z.B. Requiem Pro oder Symphonic Choirs) auch schaffen, sondern in Summe 30 Silben in einer Matrix welche frei miteinander kombinierbar sind. Jede dieser Silben verknüpft sich intuitiv so dass man tatsächlich den Eindruck hat, der Chor würde komplette Sätze singen. Wenn dass Ganze darauf ausgelegt ist, den Klang ausklingen zu lassen (Sustain) verbindet der „Phrase Builder“ die Silben melismatisch über mehrere Noten. Darüber hinaus ist Voxos in der Lage je nach Stellung des Mod-Wheels von einem leisen Summen zu einem offenen, lauten Schrei zu wechseln (wobei ein permanentes Rumgebrülle sicher weniger für musikalische Genialität stehen würde) und verfügt auch über die geniale, für Cinesamples typische, Steuerung via Velocity Map (Übertragung von Note-On und Note-Off Befehlen in Abhängigkeit von der Anschlagsdynamik). Über den Breath Controller (MIDI 2) lassen sich die „Uuuuuhs“ in „Aaaaaahs“ überblenden was großartige Übergänge erzeugt. Sogar das Quantisieren klappt erstaunlich gut, wobei die Sinnhaftigkeit eines solchen Ansinnen durchaus fragwürdig erscheinen mag, hat man doch menschliche Stimmen und kein Schlagzeugset vor sich. Aber technisch machbar ist es mit Voxos…

Neben den schon genannten Features kommt Voxos mit einem Kinderchor, einem großartigen Sopran und Shoutouts als zusätzliche „Instrumente“ hinzu.  Die üblichen Mikrofonpositionen (in 24bit/48 kHz) stehen für ein individuelles Sounddesign ebenso zur Verfügung wie das „Bum Bum Bum“ was in keinem Chor fehlen darf.  Ferner sollte auch noch erwähnt werden, dass die Samples in der Bast Chapl aufgenommen wurden – einem Ort der für viele klassische Aufnahmen verwendet wird.

In Summe eine absolut geniale Bibliothek die ich bei meinen Arbeiten nicht mehr missen möchte. Und um meine Begeisterung ein wenig zu transportieren sagen Klänge mehr als 10.000 Worte, daher habe ich exklusiv für die Webseite hier ein Hörbeispiel mit Voxos eingespielt.

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