Archiv des Autor: HGS Redaktion

Und wie es singt…

Vocalise

Seit geraumer Zeit beherberge ich eine weitere Library bei mir: Die unglaubliche „Vocalise“ aus der Schmiede „Heavyocity“ welche bereits mehrfach mit einer Auszeichnung versehen wurde. Nun mag man stutzig werden warum denn noch eine weitere Bibliothek mit Gesang-Samples hinzugekommen ist, aber dies klärt sich relativ schnell auf.

Vocalise ist das zweite Expansion Set (erster Teil war die „Natural Forces“ Bibliothek) der „Gravity“ Serie von Heavyocity und verwendet auch die hier implementierte Engine. Es ist aber völlig eigenständig und kann davon unabhängig erworben und betrieben werden, d.h. jeder gängige Sampler (bei mir ist es aktuell KONTAKT 5) akzeptiert die Installation. Kaum ist dies geschehen wird man von einem grafisch äußerst beeindruckenden Interface begrüßt, welche nahezu jede Einstellmöglichkeit bietet.

Doch was genau ist nun Vocalise? Wie auch schon die Gravity Serie als solche ist es eine komplexe Systematik zur Klangmanipulation welche einen vollen, räumlichen und vor allem auch sphärischen Sound ergeben. Und genau dies ist es, was Vocalise ausmacht. Im Vergleich zu z.B. Cinesamples VOXOS ist Vocalise ein Flächeninstrument welches sich weniger dem individuellen Stimmklang zuwendet als vielmehr der Gestaltung von Soundatmosphären. Dies geschieht auf mannigfaltige Art und weise. Zum einen beinhalten es unterschiedliche Sänger welche verschiedene Klangspektren in unterschiedlichen Stilen abbilden. Darüber hinaus werden diese Stimmen in verschiedensten Clustern dargestellt: Von einfachen Phrasierungen bis hin zu komplexen, mulititonalen Flächen basierend auf komplexen Tonarten und Akkorden. Wem dies noch nicht genügt der kann sich mit der Manipulation des Klanges auf Effektebene nähern, denn auch hier bietet Vocalise unzählige Möglichkeiten: Angefangen von klassischer Soundmodulation wie Verzerrter, LoFi oder Echo bis hin zur Strukturierung der Klangbewegung als solche. Hier werden in grafischer Form Manipulationsmöglichkeiten in der Gestalt einer aufsteigenden Folge, absteigenden Folge, Dreieck, Kamm oder Sinus realisiert wodurch sich nahezu unbegrenzte Klangvariationen realisieren lassen.

In Summe bietet Vocalise über 170 Instrumente in verschiedensten Vocallinien und dies mit einem Datenumfang von ca. 4 GB. Das Ergebnis sind über 170 Instrumente für Kontakt von cinematisch-brachialen bis ätherisch-zarten tonalen Vocallinien und nonverbalen Phraen bis hin zu komplexen Pads mit insgesamt 4GB an Samples. Wie eingangs bereits erwähnt sind zahlreiche Künstler für die Samples gewonnen worden, unter anderem z.B. Siobhan Magnus welche in den Brick Hill Studios, Massachusetts sowie in den Räumen von Heavvyocity selbst aufgenommen wurden. Die Library funktioniert als Stand-Alone, VST, AU, DXi, AAX und RTAS und beinhaltet über 170 NKIs* (20 Complex Pads, 120 Single Pads,16 Sustained und Moving Voll Pads,16 Performance Paletten).

Vocalise selbst ist ausschließlich per Download verfügbar und wird bereits auch schon in der nächsten Hörgeschichten Folge zu hören sein.

HGS: Der 13. Stock

 

Hörgeschichten Halloween 15

Der 13. Stock

Das junge Entwicklerteam der Firma „AutaTec“ hat gerade eben das erste Softwareprojekt erfolgreich abgeschlossen. Dies ist doch ein Grund zum feiern finden die Teammitglieder und beschließen anlässlich dieses Ereignisses Pizza zu bestellen. Dazu geht der Projektmanager los um „mal eben beim Kaiser’s um die Ecke Sekt“ zu kaufen. Doch kaum ist er gegangen kehrt er mit einer unglaublichen Erklärung zurück. Und so zeigt sich, dass die Dreizehen ihren Ruf völlig zu Recht hat….


Es sprechen (in der Reihenfolge des Auftretens):
Marcel – Pascal Runge
Pia – Julia Bartel
Felix – Torpedo Blues
Adrian – Jan Langer
Emma – Sonja Schreiber
Jessica – Alexandra Begau
Henry – Martin Schwindt
Simon – Frank Landschoof
Unbekannter am Telefon – Esel Müller
Credits – Sabrina Gleffe

Dieses Hörspiel ist eine Crossover Produktion mit Frank Landschoof von „Silbersurfer’s Podcast“ / „Auf den Hund gekommen“.




Kommentare, Anregungen etc. gerne unter mail[at]hoergeschichten.net oder hier in der Kommentarzeile. Selbstredend freue ich mich auch über eine iTunes Rezension oder Bewertung bei Podcast.de oder einen „Like“ auf meiner Facebook Seite.

HGS: DgP2-5: Der Preis des Lebens

Hörgeschichten
Der gewundene Pfad 2-5: Der Preis des Lebens

Kargan folgt dem Rat des Orakels und macht sich auf den Weg den „Wandernden Turm“ zu finden. Doch bevor er diese auch nur zu Gesicht bekommt, geschehen einige merkwürdige Dinge: Ein junger Mann lehnt am Eingangstor eines Gräberfeldes und ist scheinbar auf der Suche nach jemanden. Als er herausbekommt, dass es wahrhaftig Kargan ist, bekommt die Begegnung eine ungeahnte Wendung. Doch damit nicht genug – Kargan trifft erneut auf die „Schwarze Frau“ und möglicherweise ist er dieses mal zu weit gegangen und sein Leben ist auf des Messers Schneide….


Es sprechen (in der Reihenfolge des Auftretens):
Kargan / Erzähler – Martin Schwindt
Orakel – Jacqueline Harning
Than – Nico Keller
Sul’Gha – Melinda Rachfahl
Heos – Marcel Ernst
Aerith – Alexandra Begau
Azebi – Christina Krüger
Enraen – Stephanie Preis
Credits – Sabrina Gleffe

Sowie: Krach und Klang



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10 Fragen an….Julia Bartel

10 Fragen anNachdem uns zuletzt Frank Landschoof Rede und Antwort gestanden hat geht die Runde der Sprecherinterviews weiter mit einer Dame. Sie war zuletzt in der Hörgeschichten Halloween Produktion „Wohin mit dem Stein“ als „Frau“ zu hören, davor bereicherte sie bereits die Fantasy Reihe „Der gewundene Pfad“ in der Episode 2-1: „Schatten am Horizont“ mit ihrer großartigen Interpretation der „Yneera“.

Julia lebt in Bremen und ist im Berufsleben Heilerziehungspflegerin. Im Rahmen dieser Tätigkeit arbeitet mit behinderten Menschen und sagt von sich selbst dass sie etwas ganz „anderes“ macht. Neben ihrer Tätigkeit als Sprecherin betreibt sie Fantasy-Rollenspiele.

Soweit zu der kurzen Vorstellung von Julia als Person – kommen wir nun zu Julia der Sprecherin und erfahren anhand der „berühmten“ 10 Fragen mehr über ihre Arbeit mit Texten und ihrer Stimme.

Wie bist Du zum Sprechen gekommen?

Zum Sprechen und meiner Anmeldung im Hörtalk bin ich durch den Schöpfer von Wayne McLair, Paul Burghardt, gekommen. Ich habe die Fortschritte des Hörspiels auf Facebook verfolgt und mich in den Statusberichten eingebracht und durch seine Motivation habe ich mich dann getraut, der Community beizutreten und mich als Sprecherin zu bewerben. Meine erste Rolle, vor gut einem Jahr, habe ich dann in einem Spiele-Mod. gesprochen und war Stolz wie Oskar.

Was sind Deiner Meinung zufolge die größten Herausforderungen beim Sprechen?

Ich denke, das herstellen von Authentizität, also das Rüberbringen von starken Emotionen, wie Angst, Trauer und Verzweiflung z.B. ist das Schwierigste. Man sitzt ja als Sprecher in seiner Kabine und auf einmal rennt man einem Dieb hinterher, oder brüllt einen faulen Kollegen an, oder erschrickt sich und muss es sich vorstellen, um dabei auch so zu klingen, damit der Hörer es einem auch abnimmt. So etwas muss man üben und immer wieder machen, damit es am Ende auch überzeugend ist.

Wie bereitest Du Dich auf eine Rolle vor?

Zunächst einmal lese ich mir die Szene durch, in der meine Rolle auftritt, meistens frage ich auch den Autor aus, was er sich vorstellt, welche Eigenschaften den Charakter ausmachen und dann lege ich meinst auch schon los. Ich versuche mich in die Rolle rein zu fühlen und mir das Wesen der Rolle wie eine Mütze aufzusetzen, so lange ich aufnehme.

Welche Rollen sprichst Du besonders gerne?

Nun durch meine persönliche Affinität zu Rollenspielen, liegen mir Fantasy-Rollen wie z.B. die Magierin Yneera in „Der Gewundene Pfad- Schatten am Horizont“ weil ich einfach in diese Rolle schon so oft geschlüpft bin oder dunkle, etwas zwielichtige Charaktere, dessen Intention immer so ein bisschen nebelhaft bleibt, das mag ich, daran habe ich Spaß.

Welche Tipps & Tricks hast Du für Neueinsteiger?

Traut euch! Am Anfang ist es nicht immer leicht und die ersten Aufnahmen sind auch bei mir manchmal noch Murks, Versprecher, zugedichtete Wörter, oder ganz einfach eine zu verwaschene Aussprache sind Dinge, die man mit Übung bewältigen kann und wenn man erstmal die Scheu vorm Mikrofon verliert, dann kann man fast alles sein, wenn man genügen Fantasie hat, es sich vorzustellen.

Welches Equipment verwendest Du?

Ich verwende ein Røde NT- 2A mit einem Stativ und ein Presonus Firestudio an dem ein Digimax FS per ADAT dran hängt. Dazu muss ich sagen, dass ich eigentlich nur Spreche, denn Aufnehmen, zurechtschneiden und abmischen tut das mein Freund, der sich mit diesen Sachen auskennt und ohne den ich meine ganzen Projekte nicht verwirklichen könnte.

Was reizt Dich als Sprecher an der Hörgeschichten Produktion?

Die Vielseitigkeit und die Zusammenarbeit mit dem Autor. Von den Rollen die ich bisher gesprochen haben, hat kaum einer der Autoren soviel positives und vor allem motivierendes Feedback gegeben. Und das sage ich nicht, weil ich wieder eine Rolle sprechen möchte, sondern weil ich die Art, wie er mit mir als Sprecherin arbeitet, spricht und umgeht einfach sehr schätze.

Mann sollte Hörgeschichten hören, weil….?

..einen das Genre interessiert, weil man es liebt, wenn jemand einem eine Geschichte vorliest oder weil man einfach Spaß an Geschichten im allgemeinen hat.

Was macht für Dich eine gute Geschichte aus?

Eine gute Geschichte fesselt mich, bis zum letzten Moment. Sie ist so spannend, dass ich mich bin zum Ende interessiert, wie es ausgeht, wer gewinnt und ob mein Held es schafft.

Wer ist im Bezug auf das Sprechen Dein Vorbild?

Ist es schlimm, wenn ich keines habe ? Ich habe das Sprechen bisher immer als mein Hobby betrachtet und somit war es immer meins, und ich gebe mein Bestes und hab Spaß daran. Ich werde nicht so gut wie die professionelle Sprecherin Frau „Xy“ sein, aber da ich das nichtkommerziell mache, brauche ich nur mir und dem Autor zu genügen.

Vielen Dank für das kurzweilige und interessante Interview. Ich bin mir sicher wir werden in der Zukunft noch viel von Julia zu hören bekommen. Und Gerüchte halber bastelt sie auch an einem eigenen Text der dereinst einmal vertont werden wird. Es bleibt also weiterhin spannend um sie.

Die Macht der Stimme

„Der Klang der Stimme verrät den Zustand der Seele.“ (Helmut Glas). Und somit ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass es eben genau die Stimme ist,  auf die es bei einem Hörspiel ankommt. Die Stimme ist das, was einer Figur das Leben einhaucht, sie lebendig erscheinen lässt und zu dem macht, was man als Zuhörer wahrnimmt. Alles, was die Figur ausmacht, sie plastisch erscheinen lässt, ein Klangbild im Kopf entstehen lässt, all‘ das wird mit der Stimme erzeugt.

Und genau dies ist auch der Grund, warum für Hörgeschichten eine Sprechprobe eingefordert wird. Da ich in der Vergangenheit nun schon öfters zu den Hintergründen einer solchen Stimmprobe sowie der Art und Weise, wie ich Rollen besetze befragt wurde will ich hier die Gelegenheit nutzen und mich den verschiedenen Punkten nähern.

 

Warum eine Stimmprobe?

Das mag auf den ersten Blick wie eine Schikane klingen, eine Einstiegshürde um die Leute zu vergraulen. Dies ist genau so, erwischt! sicher nicht die Intention. Wie jeder Hörspielproduzent freue auch ich mich, neue Stimmen kennenzulernen und mein Hörspiel mit einer möglichst großen Vielfalt zu bereichern. Und damit sind wir schon beim Kern der ganzen Angelegenheit angekommen: Stimmen sind unterschiedlich! Daher ist es um so wichtig die Stimme kennenzulernen, zu verstehen zu was sie in der Lage ist, was sie eben nicht kann um eine Idee zu kriegen für welche Art Rollen sie möglicherweise in Frage kommt. Hinzu kommt, dass nicht jeder Charaktertyp allen Menschen gleich liegt. Auch das – wie die Stimme selbst – ganz wertungsfrei. Sowohl der Sprecher/die Sprecherin wird wenig Freude daran haben eine Rolle zu spielen, welche ihm/ihr weniger liegt als auch dass es meiner Produktion gut tun würde, eine Rolle zu besetzten bei der man förmlich hört, dass die betreffende Person förmlich Klimmzüge machen muss um die Rolle gänzlich auszufüllen.

Somit dient die Sprechprobe in Summe genau zwei Dingen: Um die Stimme möglichst in ihrem ganzen Spektrum kennenzulernen und genau die Rolle zu finden, mit der sowohl SprecherIn als auch Produzent zufrieden sind.

 

Wie findet die Rollenauswahl bei Hörgeschichten statt?

Ja, das berühmte „Mysterium“ der Besetzung. Keiner weiß so wirklich woher es kommt und plötzlich ist es da. Dann hat man eine Rolle und freut sich wie verrückt oder man hat eine Ablehnung. „Blöder A……., dann weißt Du eben nicht, was Dir entgeht!“ mag es einem im Frust durch den Kopf schießen. Und damit will ich bei dem ersten wichtigen Punkt anfangen:

  • Nur weil es dieses mal mit einer Rolle bei „Hörgeschichten“ nicht geklappt hat, bedeutet dies noch lange nicht, dass Du nun ein für alle mal „raus“ bist. Im Gegenteil: Interessante Stimmen landen alle bei mir in der „Sprecherkartei“ und einige Rollen besetze ich auch mal ganz gerne ohne sie auszuschreiben (dies ist übrigens bei den Halloween Produktionen ausschließlich so!). Darüber hinaus ist es keine generelle Ablehnung, sonder es hat eben nur genau für diese Folge nicht geklappt – womit ich Dich ausdrücklich ermutigen will, es beim nächsten Mal wieder zu probieren.
  • Da die Texte aus meiner Feder kommen, entwickele ich oftmals bereits beim Schreiben ein Gespür dafür, wie eine Figur aussehen soll bzw. wie sie sich möglicherweise geben könnte – womit bereits die ersten Auswahlkriterien gelegt werden. Dies geschieht mit unter recht unbewusst, spielt aber sicher mit hinein.
  • Es gibt Kriterien, welche eine Figur erfüllen muss. Das banalste: Ihr Geschlecht. Will heißen: Wenn beispielsweise nur Frauenrollen verfügbar sind, werde ich keine männlichen Bewerber berücksichtigen. Dann kommen weitere Kriterien, welche auch die Handlungsspielräume vergrößern: Alter beispielsweise läuft in gewissem Maße mit dem Stimmalter einher, aber es gibt hier und da Überschneidungen die genutzt werden können.
  • Als vorletzten Punkt kommen wir noch zu der Figur selbst und der Art wie sie sich gibt: Ist sie lebhaft? Oder doch eher schüchtern? Hat sie ein forsches Auftreten („Wenn ich einen Raum betrete wird es dunkel!!“) oder eher zaghaft? Neigt sie zu Wutanfällen……? Hier spielt dann erneut die Sprechprobe rein, denn dem/der SprecherIn muss es liegen einen solchen Charakter zu spielen.
  • Der letzte Punkt: Verfügbarkeit und Realisierungsmöglichkeiten. Es technische Bedingungen die ein Sprecher/eine Sprecherin mitbringen muss. Und ganz Banal: Die betreffende Person muss in dem vorgegebenen Zeitraum auch überhaupt verfügbar sein.

In Summe also eine ganze Menge an Dingen, die in die Auswahl hineinspielen und somit den Auswahlprozess eben nicht als „Aha, die Stimme ist voll super, die nehme ich jetzt mal“ gestaltet. Es ist vielmehr die Summe der zig Entscheidungen, welche zu einem hoffentlich stimmigen Gesamtergebnis führen.

 

In Summe hoffe ich dass der Artikel Dich nicht abgeschreckt sondern eher ermutigt hat, Dich bei Hörgeschichten zu melden. Und wenn Dir das Sprechen nicht liegen sollte: Es gibt noch zahlreiche weitere Möglichkeiten, dieses nichtkommerzielle Projekt zu unterstützen. Ich freue mich auf Dich!

Sommerpause?

SommerpauseEine ganze Weile ist hier Stillstand zu verzeichnen gewesen. Und der Jahreszeit gemäß könnte man tatsächlich auf die Idee kommen, dass hier die berühmte Sommerpause Einzug erhalten hat. Aber das wäre gelogen. Eigentlich ist es strenggenommen so, dass mir sowohl die Motivation als auch die Zeit fehlte. Was bedeutet dies im Detail?

 

Motivation: In der letzten Zeit ist das Feedback doch ein wenig unter meiner Erwartung geblieben. Und da Feedback das „Brot des Hörspielproduzenten“ ist – zumindest bei unentgeltlichen Hörspielen – bleibt eben in Ermangelung von Brot auch die Aktivität aus.

Zeit: Das Ganze ist unentgeltlich. Somit brauche ich etwas, was mein Portemonnaie füllt. Und das hat in letzter Zeit ziemlich viel meiner Zeit in Anspruch genommen. Sehr viel Zeit.

 

Die gute Nachricht: Lust ist wieder zurückgekehrt. Und einiges zu tun. Als da wäre:

  • Weiter einarbeiten in MOTU DP9 als neues DAW für die Hintergrundmusik
  • Das Dialogskript zu Ende bringen
  • Neue Artikel „Hinter den Kulissen“ schreiben
  • Halloween 2015 vorbereiten – ja, da wird etwas kommen… 😀


Damit das Ganze auch richtig an Fahrt beginnt und das Wort „Sommerpause“ wirklich lebendig wird verkünde ich eine kleine offizielle Hörgeschichten Sommerpause bis zum 01. August, danach geht es hier mit richtig viel Schwung los.

Hörgeschichten spricht

In der letzten Hörgeschichten Folge hat man sie bereits in Reinform gehört und ihr Einsatz wird auch sicher in vielen weiteren Soundtracks aus meiner Feder zu hören sein. Cinesamples „Voxos Eric Choirs“ ist der jüngste Neuzugang meiner virtuellen Instrumente. Wobei der Begriff „Instrument“ hier absolut falsch ist, da es sich um gesampelte Stimmen handelt.

Cinesamples VOXOS

Die Grafik zeigt es schon: Neben den normalen Oktav- und Chord Pattern gibt es den legendären „Phrase Builder“. Was verbirgt sich dahinter? Die Stimmen singen eben nicht nur „Uuuuuuuhhhh“ oder „Aaaaaah“ was andere virtuelle Chöre (wie z.B. Requiem Pro oder Symphonic Choirs) auch schaffen, sondern in Summe 30 Silben in einer Matrix welche frei miteinander kombinierbar sind. Jede dieser Silben verknüpft sich intuitiv so dass man tatsächlich den Eindruck hat, der Chor würde komplette Sätze singen. Wenn dass Ganze darauf ausgelegt ist, den Klang ausklingen zu lassen (Sustain) verbindet der „Phrase Builder“ die Silben melismatisch über mehrere Noten. Darüber hinaus ist Voxos in der Lage je nach Stellung des Mod-Wheels von einem leisen Summen zu einem offenen, lauten Schrei zu wechseln (wobei ein permanentes Rumgebrülle sicher weniger für musikalische Genialität stehen würde) und verfügt auch über die geniale, für Cinesamples typische, Steuerung via Velocity Map (Übertragung von Note-On und Note-Off Befehlen in Abhängigkeit von der Anschlagsdynamik). Über den Breath Controller (MIDI 2) lassen sich die „Uuuuuhs“ in „Aaaaaahs“ überblenden was großartige Übergänge erzeugt. Sogar das Quantisieren klappt erstaunlich gut, wobei die Sinnhaftigkeit eines solchen Ansinnen durchaus fragwürdig erscheinen mag, hat man doch menschliche Stimmen und kein Schlagzeugset vor sich. Aber technisch machbar ist es mit Voxos…

Neben den schon genannten Features kommt Voxos mit einem Kinderchor, einem großartigen Sopran und Shoutouts als zusätzliche „Instrumente“ hinzu.  Die üblichen Mikrofonpositionen (in 24bit/48 kHz) stehen für ein individuelles Sounddesign ebenso zur Verfügung wie das „Bum Bum Bum“ was in keinem Chor fehlen darf.  Ferner sollte auch noch erwähnt werden, dass die Samples in der Bast Chapl aufgenommen wurden – einem Ort der für viele klassische Aufnahmen verwendet wird.

In Summe eine absolut geniale Bibliothek die ich bei meinen Arbeiten nicht mehr missen möchte. Und um meine Begeisterung ein wenig zu transportieren sagen Klänge mehr als 10.000 Worte, daher habe ich exklusiv für die Webseite hier ein Hörbeispiel mit Voxos eingespielt.

10 Fragen an….Frank Landschoof

10 Fragen anDie letzte Runde „10 Fragen an….“ hat Klaus Schankin hier bestritten. Selbstverständlich sollen die Sprecherinterviews weitergehen, daher steht uns nun Frank Landschoof Rede und Antwort. Du hast ihn zuletzt bei „Wohin mit dem Stein“ als leicht nörgelnder, besserwisserischer Mann gehört und bei der aktuellen Hörgeschichtenproduktion „Der gewundene Pfad“ leiht er dem ehemaligen Seebären „Rakr“ seine Stimme.

Frank ist ein „kölsches Urgewächs“ und wohnt in der Stadt mit der größten Kappelle am Rhein. Auch wenn seine lebensbejahende, stets positive Art durch eine schwere Erkrankung einen Dämpfer erhielt so hat er auch dies für sich und vor allem für Andere genutzt und einen Podcast gestartet um anderen Menschen, die ein ähnliches Schicksal zu durchleben hatten, Mut zu machen. Erfreulicherweise gilt er mittlerweile als geheilt und verbringt seine Zeit neben Podcast mit seinem „Minirudel“ – eine Boston Terrier und einer Mischlingshündin. Ferner betrachtet er die Welt durch die Linse und ist begeisterter Hobbyfotograf.

Doch nun zu den 10 Fragen, mit denen wir Frank – insbesondere in seiner Eigenschaft als Sprecher – noch näher kennenlernen dürfen.

Wie bist Du zum Sprechen gekommen?

Die persönlichste und authentischste Art eine Lebensgeschichte zu erzählen ist mit der eigenen Stimme, was auch der Grund war Silbersurfers Podcast zu starten. Irgendwann kam ich zu einem Punkt wo ich nichts mehr soviel über mich selber erzählen wollte, sondern Texte von anderen benutzte, und Schlussendlich meine ersten kleinen Rollen in Hörspielen von Podcast-Kollegen sprach.

Was sind Deiner Meinung zufolge die größten Herausforderungen beim Sprechen?

Mit der Stimme zu schauspielern, und eine andere Person zu erschaffen.

Wie bereitest Du Dich auf eine Rolle vor?

Erst mal natürlich durch lesen der Story. Danach versuche ich mir die Person vorzustellen, nach Angaben der Rollenbeschreibung wie sie aussieht wie sie sich bewegt, was für eine Art von Mensch sie ist usw. Habe ich diese Vorstellung gefestigt, entwickelt sich bei mir die Sprechweise für diese Rolle.

Welche Rollen sprichst Du besonders gerne?

Kantige, eher raue Typen.

Welche Tipps & Tricks hast Du für Neueinsteiger?

Erst mal mit seiner eigenen Stimme eine natürliche Sprechweise vor dem Mikrofon zu bekommen. Die Person die man spricht zu visualisieren, damit man die Rolle immer mit dem entsprechenden Körpergefühl spricht, und sich seine eigenen Aufnahmen immer wieder anhören.

Welches Equipment verwendest Du?

Mein Mikrophon ist ein Audio Technica 2035, das geht über ein Focusrite Scarlett 2i4 Interface in einen iMac mit dem ich Logic Express benutze.

Was reizt Dich als Sprecher an der Hörgeschichten Produktion?

Die von mir gesprochene Rolle/Figur so zu sprechen das die Stimme sofort wieder mit der Rolle verbunden wird.

Mann sollte Hörgeschichten hören, weil….?

…mann durch Musik und Atmosphäre als Hörer in eine andere Welt transportiert wird.

Was macht für Dich eine gute Geschichte aus?

Interessante Figuren, eine abwechslungsreiche aber nicht vorhersehbare Handlung.

Wer ist im Bezug auf das Sprechen Dein Vorbild?

Vorbild hab ich eigentlich keins. Aber ich bewundere den Synchronsprecher Thomas Danneberg der vielen Stars seine Stimme leit, und in der Lage ist Stallone und Schwarzenegger in einem Film zu synchronisieren ohne das man merkt dass es nur ein Sprecher ist.

Besten Dank für das spannende Interview. Von Dir wird es ja noch eine ganze Menge zu hören geben und auch im Bezug auf Halloween sind wir noch nicht miteinander fertig Wer sich nicht gedulden will und hier und jetzt noch mehr von Frank erfahren und/oder lesen möchte, der kann gerne unter den folgenden Links ein wenig stöbern:

HGS: DgP2-4: Der ewige Wandel

Hörgeschichten
Der gewundene Pfad 2-4: Der ewige Wandel

Kargan trifft sich in seiner Eigenschaft als Meister mit dem Stadtoberhaupt von Delootia und er glaubt ein paar Antworten gefunden zu haben: Dieses Feuer ist sicher magischer Natur, soviel steht für ihn fest. Doch es sind nicht die Hexen gewesen, dessen ist er sich auch sicher. Vielmehr scheint jemand anderes ein großes Interesse daran zu haben das uralte Wissen verschwinden zu lassen. Um die nächsten Schritte zu planen will sich Kargan zu einem seiner Tempel  des Kreises des grünen Feuers begeben und und trifft unterwegs Lourim. Dieser erkennt das Bedrohungspotential für die Welt und schickt ihn zum uralten Orakel Al Baiyann, nicht aber ohne ihn zu warnen dass es möglicherweise einen hohen Preis für seine Dienste fordern will. In der alten Wüstenstadt Thornangou gelingt es Kargan tatsächlich den Aufenthaltsort des Orakels ausfindig zu machen, muss aber vorher das „Ritual der verhüllten Frage“ durchführen bevor er dann zum Orakel vorgelassen wird…


Es sprechen (in der Reihenfolge des Auftretens):
Kargan / Erzähler – Martin Schwindt
Vigor – Werner Wilkening
Hauptmann der Stadtwache – Michael Meschgang
Lourim – Roy Zobel
Yuri – Bettina Spallek
Orakel – Sacha Zoike
Credits – Sabrina Gleffe

Sowie: Krach und Klang



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10 Fragen an….Klaus Schankin

10 Fragen anNachdem uns in der ersten Runde Alex Begau Rede und Antwort gestanden hat setzen ich nun die Reihe der Sprecherinterviews mit Klaus Schankin fort. Du hast ihn zuletzt in „Der gewundene Pfad 2-2: Als gestern noch morgen war“ gehört wo er dem zwielichtigen „Faruard“ erneut seine Stimme geliehen hat.  Meiner Meinung nach merkt man ihm den Spaß an dieser doch sehr vielschichtigen Rolle förmlich an und es ist jedes mal eine Freude ihn in Aktion zu hören. Doch genug meiner Einleitung, fangen wir mit der Vorstellung an.

Klaus ist ein 68er Jahrgang – also aktuell wo er dies niedergeschrieben hat 47, und damit seiner Meinung nach kein junger Hüpfer mehr. Geboren in Hannover, fand er seinen  Weg quer durch Deutschland vom Norden in den Süden und wohnt aktuell nahe Regensburg in Bayern. In seinem Leben gab es einige zahlreiche Hürden, Höhen und Tiefen. Musik hören und machen, Hörspiele, Film und Bücher sind so etwas wie seine Zweite Welt, in der man ihn finden kann.

Klaus SchankinKommen wir nun zu den 10 Fragen mit denen wir Klaus – insbesondere als Sprecher – noch weiter kennenlernen dürfen.

Wie bist Du zum Sprechen gekommen?

Angefangen hatte es eher mehr als Hobby. Ein wenig Podcast hier, etwas ansagen dort. In meiner Zeit als aktiver IT’ler gehörten auch Schulungen dazu, wo man frei sprechen lernen musste. Und dann war da noch meine Zeit als Sozialkritischer Aktivist, durch die ich in Zusammenarbeit mit dem Bürgerfunk Münster einen Podcast mit Organisiert und besprochen hatte, Etwas ernster als das, was ich sonst so tat. Hörspiele hatte ich schon immer gern gehört, seit Kindheit an. Und irgendwann vor Jahren stolperte ich über Hörspielprojekte, unter anderem auch Hoertalk.de, Soundtales Productions, Hörgeschichten, Neuvertonung, GBS Media, Star Trek Animation Movie Group und viele mehr. Seitdem geistert meine Stimme durch das Netz, so manchen Lautsprecher oder Kopfhörer und erfreut hoffentlich meine Zuhörer. Und nicht nur als Hörspiel, auch in dem ein oder anderem Animationsfilm. Und ja, inzwischen spreche ich auch Nebenberuflich in Kommerziellen Dingen, wenn sich die Gelegenheit ergibt.

Was sind Deiner Meinung zufolge die größten Herausforderungen beim Sprechen?

Das Wunder mit deiner eigenen Stimme die Situationen so überzeugend wie möglich zu zaubern, das die Menschen auch ohne Leinwandbild es plastisch miterleben können.

Wie bereitest Du Dich auf eine Rolle vor?

Einige wird es jetzt sicher überraschen, denn ich mache da überhaupt ncihts aufregendes oder besonderes. Ich mache nicht mehr als mir den Text vorher durch zu lesen, ihn ein paarmal laut vor mich hin zu sprechen und hier und da ein paar Anmerkungen im Script einzufügen. Evt. Gibt es hier und da noch einmal Rücksprache mit dem Verfasser, wenn etwas unklar ist. Und parallel dazu studiere ich die, nennen wir es, Charakter Kurzbiografie um mich ein wenig besser darauf einstimmen zu können. Und dann geht es ab vors Mikro.

Welche Rollen sprichst Du besonders gerne?

Da gibt es so einige. Sei es der Zwielichtige Faruard aus den Hörgeschichten, Commander David Bishop und Chief Thompson aus zwei der Star Trek Animation Movie Group Projekten, auch der nicht ganz so distanzierter Erzähler in der Samy & Scott Serie sind ein paar meiner liebsten Serien-Babys.
Ich müßte wohl meine ganze Liste an Sprechjobs hier runter leiern, in jedem steckt etwas, was ich gern gemacht habe. Wobei ich gern etwas mehr den Fiesling spielen würde, aber meine Stimme ist dazu wohl oft zu sanft. Was ich auch gern noch öfter machen würde wäre, Voice Over zu sprechen.

Welche Tipps & Tricks hast Du für Neueinsteiger?

Ohje, das wären so viele… üben, am Ball bleiben und nicht aufgeben. Hört auf die Erfahrenen, lernt Atmung, stellt Euch vor was ihr gerade sprecht, auch die Personen um Euch herum mit denen ihr interagiert (vor allem bei Dezentralen Aufnahmen, wo man alles alleine im stillen Kämmerlein aufnimmt) und nicht genervt sein, wenn die Regie es gern noch einmal anders haben mag. Also auch Geduld üben, aber auch Einfallsreichtum. Einfach nur sprechen ist es nicht immer, auch Bewegung, sich mal vom mikrofon weg drehen oder n Besonderen Situationen sich auch mal einen Gürtel um die Brust binden um gepresster zu wirken oder so etwas in der Art (so verrückt es auch klingt, aber solche Situationen gibt es tatsächlich). Und sprecht nach möglchkeit die Rollen im stehen. Das macht es leichter. Wenn der Hals trocken wird, einen Schluck Wasser trinken und auch mal einen kurze Pause einlegen. Aber vieles werdet ihr auch selber für Euch heraus finden müssen.

Welches Equipment verwendest Du?

Ein gutes Audiointerface, ein Großmembranmikofon, eine Schallgedämpfte Ecke, einen Computer und ein Tablet, manchmal auch einen Stift bei tatsächlich ausgedruckten Sachen – und jede Menge Wasser und Ingwertee.

Was reizt Dich als Sprecher an der Hörgeschichten Produktion?

Die Hörgeschichten sind eine schöne Art Hörspiele und Serienprojekte auch über den Podcastweg zu hören. Soetwas gibt es im deutschsprachigen Raum, genau wie Podiobooks, leider viel zu selten. Das unterstürtze ich, aber auch meine Rolle als Faruad hat einen gewissen Reiz, wo ich verschiedene vielschichtige Dinge gleichzeitig ausspielen kann.

Hörgeschichten hören, weil….?

Wie schön, eine Fangfrage. Hier muss ich doch sagen, weil sie gut sind? (Man siehe mein schmunzeln im Gesicht). Aber es stimmt schon. Der Gewundene Pfad ist sicher nicht Game of Thrones als Hörgeschichte, aber eine tolle Serien Fantasy-Story im Podcast Format.

Was macht für Dich eine gute Geschichte aus?

Sie muss mich packen und mitreißen, und auch wenn viele erfundene SciFi und Fantasy Elemente vorhanden sind, irgendwie schlüssig sein. Dafür braucht sie auch nicht immer den üblichen Happy End Wegen folgen, den strahlenden Helden immer hervorheben, ich mag auch den Schurken. Das ist so das wesentliche, was für mich eine Geschichte ausmacht. Alles andere sind Genrefragen oder persönliche Geschmackssachen, die einen entweder gefallen oder nicht.

Wer ist im Bezug auf das Sprechen Dein Vorbild?

Oh, es gibt viele tolle Sprecher. Ein wirkliches Vorbild, oder jemanden den ich am liebsten Nacheifern würde wie Stefan Kaminski, David Nathan, Santiago Ziesmer, Rufus Beck oder Michael Pan. Aber ob ich diese Klasse jemals erreiche ist etwas völlig anderes.

Vielen Dank für das sehr interessante Interview, ich bin mir sicher dass wir in nicht zu ferner Zukunft wieder von Dir hören werden. Wer noch mehr von Klaus erfahren und/oder lesen möchte, der kann gerne unter den folgenden Links ein wenig stöbern:

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