Hörgeschichten spricht

In der letzten Hörgeschichten Folge hat man sie bereits in Reinform gehört und ihr Einsatz wird auch sicher in vielen weiteren Soundtracks aus meiner Feder zu hören sein. Cinesamples „Voxos Eric Choirs“ ist der jüngste Neuzugang meiner virtuellen Instrumente. Wobei der Begriff „Instrument“ hier absolut falsch ist, da es sich um gesampelte Stimmen handelt.

Cinesamples VOXOS

Die Grafik zeigt es schon: Neben den normalen Oktav- und Chord Pattern gibt es den legendären „Phrase Builder“. Was verbirgt sich dahinter? Die Stimmen singen eben nicht nur „Uuuuuuuhhhh“ oder „Aaaaaah“ was andere virtuelle Chöre (wie z.B. Requiem Pro oder Symphonic Choirs) auch schaffen, sondern in Summe 30 Silben in einer Matrix welche frei miteinander kombinierbar sind. Jede dieser Silben verknüpft sich intuitiv so dass man tatsächlich den Eindruck hat, der Chor würde komplette Sätze singen. Wenn dass Ganze darauf ausgelegt ist, den Klang ausklingen zu lassen (Sustain) verbindet der „Phrase Builder“ die Silben melismatisch über mehrere Noten. Darüber hinaus ist Voxos in der Lage je nach Stellung des Mod-Wheels von einem leisen Summen zu einem offenen, lauten Schrei zu wechseln (wobei ein permanentes Rumgebrülle sicher weniger für musikalische Genialität stehen würde) und verfügt auch über die geniale, für Cinesamples typische, Steuerung via Velocity Map (Übertragung von Note-On und Note-Off Befehlen in Abhängigkeit von der Anschlagsdynamik). Über den Breath Controller (MIDI 2) lassen sich die „Uuuuuhs“ in „Aaaaaahs“ überblenden was großartige Übergänge erzeugt. Sogar das Quantisieren klappt erstaunlich gut, wobei die Sinnhaftigkeit eines solchen Ansinnen durchaus fragwürdig erscheinen mag, hat man doch menschliche Stimmen und kein Schlagzeugset vor sich. Aber technisch machbar ist es mit Voxos…

Neben den schon genannten Features kommt Voxos mit einem Kinderchor, einem großartigen Sopran und Shoutouts als zusätzliche „Instrumente“ hinzu.  Die üblichen Mikrofonpositionen (in 24bit/48 kHz) stehen für ein individuelles Sounddesign ebenso zur Verfügung wie das „Bum Bum Bum“ was in keinem Chor fehlen darf.  Ferner sollte auch noch erwähnt werden, dass die Samples in der Bast Chapl aufgenommen wurden – einem Ort der für viele klassische Aufnahmen verwendet wird.

In Summe eine absolut geniale Bibliothek die ich bei meinen Arbeiten nicht mehr missen möchte. Und um meine Begeisterung ein wenig zu transportieren sagen Klänge mehr als 10.000 Worte, daher habe ich exklusiv für die Webseite hier ein Hörbeispiel mit Voxos eingespielt.

2 Kommentare

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