10 Fragen an….Klaus Schankin

10 Fragen anNachdem uns in der ersten Runde Alex Begau Rede und Antwort gestanden hat setzen ich nun die Reihe der Sprecherinterviews mit Klaus Schankin fort. Du hast ihn zuletzt in „Der gewundene Pfad 2-2: Als gestern noch morgen war“ gehört wo er dem zwielichtigen „Faruard“ erneut seine Stimme geliehen hat.  Meiner Meinung nach merkt man ihm den Spaß an dieser doch sehr vielschichtigen Rolle förmlich an und es ist jedes mal eine Freude ihn in Aktion zu hören. Doch genug meiner Einleitung, fangen wir mit der Vorstellung an.

Klaus ist ein 68er Jahrgang – also aktuell wo er dies niedergeschrieben hat 47, und damit seiner Meinung nach kein junger Hüpfer mehr. Geboren in Hannover, fand er seinen  Weg quer durch Deutschland vom Norden in den Süden und wohnt aktuell nahe Regensburg in Bayern. In seinem Leben gab es einige zahlreiche Hürden, Höhen und Tiefen. Musik hören und machen, Hörspiele, Film und Bücher sind so etwas wie seine Zweite Welt, in der man ihn finden kann.

Klaus SchankinKommen wir nun zu den 10 Fragen mit denen wir Klaus – insbesondere als Sprecher – noch weiter kennenlernen dürfen.

Wie bist Du zum Sprechen gekommen?

Angefangen hatte es eher mehr als Hobby. Ein wenig Podcast hier, etwas ansagen dort. In meiner Zeit als aktiver IT’ler gehörten auch Schulungen dazu, wo man frei sprechen lernen musste. Und dann war da noch meine Zeit als Sozialkritischer Aktivist, durch die ich in Zusammenarbeit mit dem Bürgerfunk Münster einen Podcast mit Organisiert und besprochen hatte, Etwas ernster als das, was ich sonst so tat. Hörspiele hatte ich schon immer gern gehört, seit Kindheit an. Und irgendwann vor Jahren stolperte ich über Hörspielprojekte, unter anderem auch Hoertalk.de, Soundtales Productions, Hörgeschichten, Neuvertonung, GBS Media, Star Trek Animation Movie Group und viele mehr. Seitdem geistert meine Stimme durch das Netz, so manchen Lautsprecher oder Kopfhörer und erfreut hoffentlich meine Zuhörer. Und nicht nur als Hörspiel, auch in dem ein oder anderem Animationsfilm. Und ja, inzwischen spreche ich auch Nebenberuflich in Kommerziellen Dingen, wenn sich die Gelegenheit ergibt.

Was sind Deiner Meinung zufolge die größten Herausforderungen beim Sprechen?

Das Wunder mit deiner eigenen Stimme die Situationen so überzeugend wie möglich zu zaubern, das die Menschen auch ohne Leinwandbild es plastisch miterleben können.

Wie bereitest Du Dich auf eine Rolle vor?

Einige wird es jetzt sicher überraschen, denn ich mache da überhaupt ncihts aufregendes oder besonderes. Ich mache nicht mehr als mir den Text vorher durch zu lesen, ihn ein paarmal laut vor mich hin zu sprechen und hier und da ein paar Anmerkungen im Script einzufügen. Evt. Gibt es hier und da noch einmal Rücksprache mit dem Verfasser, wenn etwas unklar ist. Und parallel dazu studiere ich die, nennen wir es, Charakter Kurzbiografie um mich ein wenig besser darauf einstimmen zu können. Und dann geht es ab vors Mikro.

Welche Rollen sprichst Du besonders gerne?

Da gibt es so einige. Sei es der Zwielichtige Faruard aus den Hörgeschichten, Commander David Bishop und Chief Thompson aus zwei der Star Trek Animation Movie Group Projekten, auch der nicht ganz so distanzierter Erzähler in der Samy & Scott Serie sind ein paar meiner liebsten Serien-Babys.
Ich müßte wohl meine ganze Liste an Sprechjobs hier runter leiern, in jedem steckt etwas, was ich gern gemacht habe. Wobei ich gern etwas mehr den Fiesling spielen würde, aber meine Stimme ist dazu wohl oft zu sanft. Was ich auch gern noch öfter machen würde wäre, Voice Over zu sprechen.

Welche Tipps & Tricks hast Du für Neueinsteiger?

Ohje, das wären so viele… üben, am Ball bleiben und nicht aufgeben. Hört auf die Erfahrenen, lernt Atmung, stellt Euch vor was ihr gerade sprecht, auch die Personen um Euch herum mit denen ihr interagiert (vor allem bei Dezentralen Aufnahmen, wo man alles alleine im stillen Kämmerlein aufnimmt) und nicht genervt sein, wenn die Regie es gern noch einmal anders haben mag. Also auch Geduld üben, aber auch Einfallsreichtum. Einfach nur sprechen ist es nicht immer, auch Bewegung, sich mal vom mikrofon weg drehen oder n Besonderen Situationen sich auch mal einen Gürtel um die Brust binden um gepresster zu wirken oder so etwas in der Art (so verrückt es auch klingt, aber solche Situationen gibt es tatsächlich). Und sprecht nach möglchkeit die Rollen im stehen. Das macht es leichter. Wenn der Hals trocken wird, einen Schluck Wasser trinken und auch mal einen kurze Pause einlegen. Aber vieles werdet ihr auch selber für Euch heraus finden müssen.

Welches Equipment verwendest Du?

Ein gutes Audiointerface, ein Großmembranmikofon, eine Schallgedämpfte Ecke, einen Computer und ein Tablet, manchmal auch einen Stift bei tatsächlich ausgedruckten Sachen – und jede Menge Wasser und Ingwertee.

Was reizt Dich als Sprecher an der Hörgeschichten Produktion?

Die Hörgeschichten sind eine schöne Art Hörspiele und Serienprojekte auch über den Podcastweg zu hören. Soetwas gibt es im deutschsprachigen Raum, genau wie Podiobooks, leider viel zu selten. Das unterstürtze ich, aber auch meine Rolle als Faruad hat einen gewissen Reiz, wo ich verschiedene vielschichtige Dinge gleichzeitig ausspielen kann.

Hörgeschichten hören, weil….?

Wie schön, eine Fangfrage. Hier muss ich doch sagen, weil sie gut sind? (Man siehe mein schmunzeln im Gesicht). Aber es stimmt schon. Der Gewundene Pfad ist sicher nicht Game of Thrones als Hörgeschichte, aber eine tolle Serien Fantasy-Story im Podcast Format.

Was macht für Dich eine gute Geschichte aus?

Sie muss mich packen und mitreißen, und auch wenn viele erfundene SciFi und Fantasy Elemente vorhanden sind, irgendwie schlüssig sein. Dafür braucht sie auch nicht immer den üblichen Happy End Wegen folgen, den strahlenden Helden immer hervorheben, ich mag auch den Schurken. Das ist so das wesentliche, was für mich eine Geschichte ausmacht. Alles andere sind Genrefragen oder persönliche Geschmackssachen, die einen entweder gefallen oder nicht.

Wer ist im Bezug auf das Sprechen Dein Vorbild?

Oh, es gibt viele tolle Sprecher. Ein wirkliches Vorbild, oder jemanden den ich am liebsten Nacheifern würde wie Stefan Kaminski, David Nathan, Santiago Ziesmer, Rufus Beck oder Michael Pan. Aber ob ich diese Klasse jemals erreiche ist etwas völlig anderes.

Vielen Dank für das sehr interessante Interview, ich bin mir sicher dass wir in nicht zu ferner Zukunft wieder von Dir hören werden. Wer noch mehr von Klaus erfahren und/oder lesen möchte, der kann gerne unter den folgenden Links ein wenig stöbern:

1 Kommentar

  1. Pingback: 10 Fragen an....Frank Landschoof | Hörgeschichten

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